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Sexuelle Übergriffe von Domingo? Konzerthäuser laden den 78-Jährigen aus

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Sexuelle Übergriffe von Domingo? Konzerthäuser laden den 78-Jährigen aus
Copyright  Reuters / Heinz-Peter Bader
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Die Vorwürfe sexueller Übergriffe durch Opernstar Plácido Domingo haben Konzerthäuser in den USA zu Konsequenzen veranlasst. Obwohl der Spanier die Anschuldigungen zurückgewiesen hat, zog das Philadelphia Orchestra eine Einladung für die Eröffnungsgala am 18. September zurück. Man fühle sich verpflichtet, allen an der Gala Beteiligten eine sichere und respektvolle Umgebung zu gewährleisten.

Die Oper in San Francisco sagte ein für den 6. Oktober geplantes Konzert mit dem 78-Jährigen ab. Das Haus verwies auf seine strenge Richtlinie zur Bekämpfung sexueller Belästigung. Außerdem lege die Oper Wert auf Respekt und würdevolles Verhalten unter Kollegen.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP haben mehrere Sängerinnen und eine Tänzerin Domingo die sexuellen Übergriffe vorgeworfen.

"Betroffen ist der gesamte Unterhaltungsbereich"

Jude Penland ist Stammgast an der Oper San Francisco: "All das zeigt, dass der gesamte Unterhaltungsbereich betroffen ist. Gut, dass es rausgekommen ist. Vielleicht sagen sich junge Männer jetzt: Stopp. Bis zu dieser Grenze und nicht weiter."

Allein drei Frauen bezichtigten Domingo mehrerer Übergriffe während ihrer Arbeit an der Oper in Los Angeles. Dort ist Domingo seit dem Jahr 2003 Generaldirektor. Der Spanier erklärte, die Anschuldigungen dieser ungenannten Personen seien zutiefst beunruhigend und sie seien, so wie sie dargestellt würden, unzutreffend.

Die Oper in Los Angeles kündigte eigene Ermittlungen an. Deren Ergebnisse will die New Yorker Metropolitan Opera abwarten, bevor sie über einen Domigo-Auftritt im September entscheidet.

Die Salzburger Festspiele hingegen halten an der Einladung des Opernstars für den 31. August fest.