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3. Streiktag von Gefahrgutfahrern: Fronten sind verhärtet

3. Streiktag von Gefahrgutfahrern: Fronten sind verhärtet
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Am dritten Tag des Streiks von Gefahrgutfahrern in Portugal haben die Spannungen zwischen den Konfliktparteien zugenommen. Die Fahrer hatten am Dienstag zugesagt, ihre Arbeit in Acht-Stunden-Schichten wieder aufzunehmen, aber keine Überstunden zu verrichten. Nach Gewerkschaftsangaben entsprechen acht Stunden nur rund der Hälfte der üblichen Arbeitszeit.

Der Minister für Umwelt und Energie, João Matos Fernandes, drohte den Fahrern in einem TV-Interview mit Konsequenzen, sollten diese die von der Regierung angeordnete Grundversorgung nicht gewährleisten.

"Wir sind Fahrer, keine Terroristen"

Doch der Widerstand der Gewerkschaften scheint ungebrochen. Auf Transparenten heißt es kämpferisch: "Keinen Schritt zurück", "Korruption wird geschützt" und: "Wir sind Fahrer und keine Terroristen" sowie: "Das Volk ist ruhig, hat aber mit der Regierungspoilitik abgeschlossen".

Bei Nichteinhaltung der Regierungsvorgaben drohen den Fahrern Medien zufolge Haftstrafen oder Arbeitsplatzverlust. Das scheint auf viele nicht abschreckend zu wirken.

"Ganz einfach nichts tun"

Pedro Pardal Henriques ist Vizepräsident der Gewerkschaft der Gefahrgutfahrer: "Kein Fahrer wird heute einen Handschlag tun. Keiner schert sich um zivilrechtliche Entscheidungen oder die Grundversorgung. Sie werden ganz einfach nichts tun."

Laut des Gewerkschaftssprechers hat ein streikender Fahrer gesagt: Wenn sie einen von uns ins Gefängnis werfen würden, könnten der Arbeitsminister sofort Reisebusse für alle 800 Fahrer des Landes bestellen.

Die zwei Gewerkschaften, die zum Streik aufgerufen haben, fordern eine Vereinbarung über eine schrittweise Erhöhung des Grundgehalts bis 2022 und generell bessere Arbeitsbedingungen.