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Österreich wählt und gleich zweimal gibt es "einen, der unsere Sprache spricht"

Österreich wählt und gleich zweimal gibt es "einen, der unsere Sprache spricht"
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Es ist nicht zu übersehen - in einem Monat wählt Österreich ein neues Parlament. Da braucht es einen Wahlkampf mit prägnanten Slogans. Die ÖVP von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte da eine Idee: Ihr Spitzenkandidat ist doch "Einer, der unsere Sprache spricht". Schön! Der Politiker spricht die Sprache seines Wahlvolkes.

Doch halt: Da ist noch ein anderer. Herbert Kickl von der FPÖ. Der Ex-Innenminister im Kabinett von Kurz - das ist der, der unsere Sprache spricht - sendet den Österreichern auf einem Wahlplakat folgende Botschaft: "Einer, der unsere Sprache spricht".

Na, was gemerkt? Also, das ist doch... Stimmt: Unerhört - findet zumindest die FPÖ. Gar nicht, sagt die ÖVP. Der einzigartige Slogan stehe schon seit Wochen fest. Vielleicht habe die FPÖ ja in der Großdruckerei spioniert, in der die Plakate gedruckt werden.

Doch jetzt ist klar: Der Wahlspruch ist ein alter Hut aus dem letzten Jahrtausend! 1999 war nämlich schon der damalige FPÖ-Spitzenkandidat Jörg Haider "Einer, der unsere Sprache spricht". Der, der Haider diesen Wahlslogan damals textete, war - na wer? Herbert Kickl.

Ach übrigens: Die Zwei, die heuer im Wahlkampf eine Sprache sprechen, werden das wohl kaum in einer neuen Regierung tun. ÖVP-Spitzenmann Kurz hat gesprochen und eine Zusammenarbeit mit einem FPÖ-Minister Kickl bereits ausgeschlossen.