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Griechen setzen bei Migranten auf Europa

Griechen setzen bei Migranten auf Europa
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Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat die anderen EU-Staaten aufgerufen, zumindest die minderjährigen Migranten aus den Registrierlagern auf den Inseln der Ägäis aufzunehmen. Dort sind zurzeit mehr als 24.000 Menschen untergebracht. Rund 40 Prozent von ihnen (9.600) sind laut UN-Organisationen und griechischen Behörden Minderjährige im Alter unter 17 Jahren.

Der Austritt des Lega-Politikers Matteo Salvini aus der italienischen Regierung sei eine Chance.

Kyriakos Mitsotakis, Griechenlands Ministerpräsident:

"Die Entwicklungen in Italien sind positiv (z.B. der Rücktritt Salvinis vom Regierungsamt). Ich meine, Europa muss auf jeden Fall ein Gleichgewicht zwischen der Notwendigkeit finden, die Grenzen zu schützen - wir sind kein Kontinent, der sich öffnen kann für alle und vor allem für Wirtschaftsmigranten - und die Situation gemeinsam und solidarisch zu bewältigen."

"EUROPA HAT DER TÜRKEI VIEL GELD GEGEBEN"

Die Drohung des türkischenPräsidenten Recep Tayyip Erdogan, die Grenzen nach Europa für syrische Flüchtlinge zu öffnen, ist Mitsotakis ein Dorn im Auge:

"Herr Erdogan muss sich darüber im Klaren sein, dass es unannehmbar ist, Griechenland und Europa zu bedrohen, um mehr Mittel für die Bewältigung der Migrationskrise locker zu machen oder zusagen zu lassen. Europa hat der Türkei viel Geld gegeben."

In den vergangenen Wochen waren Hunderte von Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Griechenland will mit Zypern eine gemeinsame Linie entwickeln, um die Krise besser zu bewältigen und möglicherweise die EU zu einer besseren Aufteilung der Ströme zu bewegen.

Der konservative griechische Regierungschef forderte die EU auf, Maßnahmen gegen jene Staaten zu ergreifen, die sich weigern, Minderjährige aufzunehmen.

«Einige Staaten wollen alle Vorteile der Bewegungsfreiheit im Schengen-Raum haben, sie weigern sich aber, die Lasten zu teilen», sagte Mitsotakis. Vor allem das Problem mit den
Kindern liege ihm am Herzen.

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Nicoleta Drougka, Euronews:

"Kyriakos Mitsotakis sprach ausführlich über die Frage unbegleiteter Minderjähriger. Er betonte die Notwendigkeit, dass Europa eine größere Sensibilität in dieser Frage zeigt. Er werde die europäischen Staats- und Regierungschefs um Hilfe bitten, unbegleitete Minderjährige an alle europäischen Länder weiterzugeben."

su mit dpa