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Honduras: Demonstranten fordern Ende der "kriminellen Diktatur"

Honduras: Demonstranten fordern Ende der "kriminellen Diktatur"
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Bei den Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit des Landes ist es in Honduras' Hauptstadt Tegucigalpa zu teils gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei gekommen.

Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Präsident Juan Orlando Hernández. Sie werfen seiner Regierung Korruption vor. Honduras früherer Präsident Manuel Zelaya und Oppositionsführer hatte zu den Protesten aufgerufen. Bei dem Protestmarsch sagte er:

"Es wird keine Demokratie geben - wir haben es derzeit mit einer kriminellen Diktatur zu tun, die in Korruptionsskandale und Drogenhandel verstrickt ist."

Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, es kam zu tumultartigen Szenen.

"Wir feiern nicht, wir protestieren, weil wir nicht wirklich unabhängig sind. Wir sind nicht souverän und wir sind nicht frei", sagte einer der Protest-Teilnehmer.

Im Rahmen von Ermittlungen gegen Hernández' Bruder in den USA war bekannt geworden, dass Hernández' Präsidentschaftswahlkampf teilweise von Drogenbanden finanziert wurde. Der Präsident wies die Anschuldigungen zurück. Sich selbst hatte er als Opfer einer Hetzkampagne von Gangstern dargestellt, die er ins Visier genommen hatte. Seine politischen Gegner, wie den Ex-Präsidenten Manuel Zelaya, beschudigte er hingegen mit Gangstern zusammenzuarbeiten, um ihn in Verruf zu bringen.