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Barcelona: Demonstranten fühlen sich "unterdrückt"

Barcelona: Demonstranten fühlen sich "unterdrückt"
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Nach den Urteilen gegen neun katalanische Separatistenführer ist es in Barcelona zu Zusammenstößen zwischen Unabhängigkeitsbefürwortern und der Polizei gekommen. Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke ein, um die Protestler zurückzudrängen.

Die Demonstranten kritisierten die Entscheidung des Obersten Gerichts in Madrid, nach der die Angeklagten mit Gefängnisstrafen von bis zu 13 Jahren belegt wurden.

Der damalige Regionalpräsident Carles Puigdemont stand nicht vor Gericht - er war im Herbst 2017 vor einer Festnahme ins Exil nach Belgien geflohen. Via Twitter bezeichnete er den Richterspruch als "Barbarei".

Zuvor hatten sich Tausende Demonstranten unter anderem vor dem Sitz der Regionalregierung versammelt und die katalanische Flagge geschwenkt.

"Jemand, der für seine Überzeugung auf die Straße geht, lässt sich nicht mit Gewalt zurückdrängen", sagt eine protestierende Frau. "Wenn so etwas passiert, wenn Millionen von Menschen ihre Meinung nicht frei äußern dürfen, fühlen sie sich erst recht gestärkt, sie lassen sich nicht unterdrücken."

"Wir sind die Stärksten"

Eine andere Demonstrantin ist der Ansicht, dass viele der Protestler "ganz genau wissen, was die spanische Regierung mit Katalonien macht. Das passiert nirgendwo sonst, nur hier. Warum? Weil wir die Stärksten sind und man uns so in die Knie zwingen will. Wir wollen Freiheit für die politischen Gefangenen. Ich bitte Europa auf unserer Seite zu stehen."

Auch am Flughafen El Prat in Barcelona gab es massive Ausschreitungen. Demonstranten hatten versucht, Teile des Airports lahmzulegen und die Zugangswege zu blockieren. Die Polizei setze Schlagstöcke und Schaumgeschosse ein, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Laut Medienangaben wurden 56 Menschen verletzt. Mehr als 100 Flüge mussten gestrichen werden.

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