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2. Jahrestag des Unabhängigkeitsreferendums: Angespannte Stimmung in Katalonien

2. Jahrestag des Unabhängigkeitsreferendums: Angespannte Stimmung in Katalonien
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Zum Jahrestag des verfassungswidrigen Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien haben rund 300 Menschen in Girona demonstriert. Sie versammelten sich vor dem Hauptsitz der spanischen Polizei, der Guardia Civil. Die katalanische Regionalpolizei ("Mossos d'Esquadra") hinderte die Demonstranten daran, sich dem Gebäude weiter anzunähern, die Stimmung war angespannt.

Befürworter der katalanischen Unabhängigkeit zogen - teils eingewickelt in die katalanische Flagge - durch die Ortschaft El Bruc, am Fuße des Montserrat. In den Bergen wurden zum Gedenken an das Referendum 131 Lichter angezündet worden - sie stehen für die 131 Regionalpräsidenten Kataloniens.

"Wenn der 1. Oktober Licht und Freiheit bedeuteten, wird er auch das Gründungsdatum des nicht mehr aufzuhaltendes Weges zu einer katalanischen Republik sein", erklärte der Regionalpräsident Kataloniens, Quim Torra.

Torra hatte vor dem Hintergrund des Prozesses gegen zwölf Separatistenführer in Madrid neue Versuche zur Trennung der Region von Spanien angekündigt.

"Wie alle hier, glaube ich, dass das Urteil gegen die katalanischen Führer sehr hart und unfair sein wird", sagte eine Rentnerin.

Am 1. Oktober 2017 hatte die katalanische Regionalregierung eigenmächtig ein Unabhängigkeits-Referendum durchgeführt und die Abspaltung von Spanien erklärt. Einige der Verantwortlichen stehen nun in Madrid vor dem Obersten Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Separatisten Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vor. Ein Urteil wird für den 12. Oktober erwartet. Für den 11. Oktober haben die Separatisten zu einem Generalstreik in Katalonien aufgerufen.

Der nach Belgien geflohene Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont ist von dem Verfahren nicht betroffen.