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Kämpfe in Nordsyrien spitzen sich zu: NATO in Sorge

Kämpfe in Nordsyrien spitzen sich zu: NATO in Sorge
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Straße für Straße kämpfen türkische Soldaten gemeinsam mit ihren syrischen Verbündeten um die Stadt Ras-al-Ain. Die Grenzort gilt als strategisch bedeutend in der Offensive gegen kurdische Truppen. Unterdessen sind syrische Regierungstruppen mit russischer Unterstützung im Kampfgebiet eingetroffen.

Als Reaktion auf den türkischen Einmarsch hat nun auch Großbritannien seine Rüstungsexporte in die Türkei teilweise gestoppt. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg äußerte nach einem Treffen mit Premierminister Boris Johnson Verständnis für das Vorgehen und äußerte Bedenken über die künftige Entwicklung. Er sei sehr besorgt über die Konsequenzen für den Kampf gegen den IS, sagte er in London.

Eine Verurteilung der türkischen Offensive durch die Nato ist allerdings ausgeschlossen, weil Beschlüsse im Bündnis ausschließlich auf Grundlage des Konsensprinzips gefasst werden. Als Nato-Mitglied hat die Türkei damit bei allen Entscheidungen ein Veto-Recht.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel rief die Türkei erneut auf, die Militäroffensive zu beenden. Das Thema müsse auch innerhalb der NATO besprochen werden.

Die Offensive bringt erkennbar viel menschliches Leid mit sich und im Hinblick auf den Kampf gegen den IS auch sehr viel Unsicherheit.
Angela Merkel
Deutsche Bundeskanzlerin

Der Konflikt hat bereits zahlreiche unschuldige Opfer gefordert. Bei türkischen Angriffe auf kurdische Dörfer sollen mehrere Kinder verwundet worden sein. Kurdische Quellen sprechen von insgesamt 52 zivilen Todesopfern seit Beginn der Kämpfe. Auf türkischem Territorium sollen zwei Zivilisten durch kurdische Granatenangriffe ums Leben gekommen sein.

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