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Russland will Konflikt zwischen Türkei und Syrien verhindern

Russland will Konflikt zwischen Türkei und Syrien verhindern
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Um ein Aufeinandertreffen zwischen türkischen und syrischen Streitkräften im Norden Syriens zu verhindern, setzt Russland dem Verteidigungsministerium zufolge Militärstreifen in der Pufferzone ein. Der russische Präsident Wladimir Putin tauschte sich am Dienstag telefonisch mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan aus. Beide seien sich einig, einen Konflikt zwischen türkischen und syrischen Truppen verhindern zu wollen, hieß es aus dem Kreml.

Erdogan sagte, der Militäreinsatz werde so lange dauern, bis man einen 30 bis 35 Kilometer breiten Streifen zwischen Manbidsch und der irakischen Grenze eingenommen habe. „Es gibt in dieser Frage keine Ausnahmen, keine Zweifel und keine offenen Türen“, sagte der türkische Präsident.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana spricht angesichts des Vorgehens der türkischen Armee gegen kurdische Kampfgruppen in Nordsyrien von einer Aggression des türkischen Regimes.

Frankreich fordert Dringlichkeitssitzung des Militärbündnisses

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian fordert eine Dringlichkeitssitzung der Mitgliedsländer des Militärbündnisses, das 2014 unter Leitung der Vereinigten Staaten aufgestellt wurde, um die Miliz Islamischer Staat zu bekämpfen. „Die Mitglieder des Bündnisses müssen alles auf den Tisch legen und wir müssen uns fragen, wer was tut, wer weitermachen möchte, wer aufhören will, weil dieser türkische Einmarsch inakzeptabel ist. Der Einsatz ist untragbar und muss verurteilt werden. Er setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, deswegen muss Frankreich hier eine deutliche Position vertreten. Die Mitglieder des Bündnisses müssen so schnell wie möglich, in den nächsten Tagen, eine Sitzung abhalten", sagte Le Drian

Die türkische Armee marschierte am Donnerstag vergangener Woche in Nordsyrien ein, um dort gegen kurdische Kampfverbände vorzugehen.

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