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Hongkong vor den Wahlen

Hongkong vor den Wahlen
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Die chinesische Sonderverwaltungsregion Hongkong bereitet sich auf die ersten Wahlen seit dem Ausbruch der Proteste gegen die Regierung vor. Die Kommunalwahl gilt als wichtiger Indikator für die Stimmung in der Stadt. Cathy Yau war Polizistin, jetzt ist sie Kandidatin gegen die Regierung. Sie sagt: "Ich bin aus dem Polizeidienst ausgeschieden, denn ich finde das schlimm, dass die Polizei Tränengas einsetzt und mit unglaublicher Brutalität vorgeht. Es war die richtige Entscheidung, zu gehen. Ich kann nicht so tun, als ob nichts geschehen wäre."

Calvin Sze To ist Kandidat für die Regierung. Er glaubt, die Mehrheit der Menschen in Hongkong sind auf der Seite der Regierung und sagt: "Diese Wahlen werden der Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft zeigen, was die Menschen in Hongkong wirklich denken."

Die seit Monaten andauernden Proteste in Hongkong richten sich gegen die Regierung, gegen das Vorgehen der Polizei und den wachsenden Einfluss der kommunistischen Pekinger Führung.

Am Freitag harrten zunächst noch Studenten auf dem von Sicherheitskräften abgeriegelten Gelände der Polytechnischen Universität aus. Die meisten leisteten dann aber dem Aufruf der Polizei Folge und verließen das Campus. Die Polizei hatte die Aktivisten aufgefordert, den Campus zu verlassen.

Die Polizei plant an jedem der 600 Wahllokale präsent zu sein. Am Donnerstag und Freitag kam es nur zu vereinzelten Protesten, jedoch zu keinen schwerwiegenden Zusammenstößen mit der Polizei.

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