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Malta: Weitere Rücktritte setzen Ministerpräsident Muscat unter Druck

Malta: Weitere Rücktritte setzen Ministerpräsident Muscat unter Druck
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Im Falle der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia wächst der Druck auf den maltesischen Premierminister Joseph Muscat. Tourismusminister Konrad Mizzi legte am Dienstag seinen Posten nieder. Wirtschaftsminister Chris Cardona ließ mitteilen, dass er sich vom Amt suspendiert habe. Zuvor war bereits der Stabschef des Premierministers zurückgetreten.

Ex-Büroleiter Keith Schembri und der frühere Energie- und heutige Tourismusminister Konrad Mizzi stehen im Verdacht, Geld von dem Geschäftsmann Yorgen Fenech angenommen zu haben. Ob dieser der Strippenzieher hinter dem Mord war, wird derzeit ermittelt. Schembri und Mizzi wiesen die Anschuldigungen zurück.

Somit kommt in die Ermittlungen zum Mord an der prominenten maltesischen Journalistin Caruana Galizia immer mehr Bewegung.

Muscat bestätigte den Rücktritt Schembris, sagte aber nichts zu den Gründen. Laut Polizeiangaben werden im Mordfall Caruana Galizia weitere Personen vernommen. Medienberichten zufolge sei Schembri unter ihnen.

Erst kürzlich forderten zahlreiche Menschen bei lautstarken Protesten vor dem Parlament den Rücktritt Muscats.

Caruana Galizia war im Oktober 2017 durch eine Autobombe nahe ihrem Haus ermordet worden. Sie hatte unter anderem über Korruption bei Regierung und Geschäftsmännern auf Malta und deren Verwicklung in den Skandal um die "Panama Papers" recherchiert.

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