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Lausanne: Entscheidung über neue Doping-Sperre Russlands

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Lausanne: Entscheidung über neue Doping-Sperre Russlands
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Nach den Enthüllungen um gefälschte Daten aus einem Labor der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada in Moskau drohen Russland neue Sanktionen. Die Welt-Doping-Agentur Wada wird an diesem Montag in Lausanne entscheiden, ob Russland für vier Jahre weitgehend aus dem Weltsport verbannt wird.

Diese erneute Suspendierung hatte die unabhängige Prüfkommission CRC der Wada empfohlen. Russland dürfte in dem Fall weder Gastgeber sein, noch sich für eine Ausrichtung großer Wettkämpfe bewerben.

Der stellvertretende Vorsitzender der parlamentarischen Sportkommission, Waleri Gassajew, präsentierte gegenüber Euronews eine eigene Erklärung für die drohende Sanktionierung: "Russland wird zu einer starken, kraftvollen, unabhängigen Macht. Das ist ein Plus auf der Gegenseite. Aber es beginnt alle anderen zu ärgern. Im Sport, in der Politik. Und das ist genau, das, worum es geht. Ansonsten habe ich dafür keine Erklärung."

Daten entfernt oder verfälscht

Anfang des Jahres waren der Wada manipulierte Dopingdaten aus den Jahren 2012 bis 2015 vom Moskauer Labor übergeben worden. Forensische Untersuchungen ergaben: Etliche mutmaßlich positive Analysergebnisse wurden aus der Kopie der Datenbank entfernt, Rohdaten und PDF-Dateien gelöscht oder geändert.

Sportler wie die ehemalige Olympia-Teilnehmerin im Rückenschwimmen, Anastasia Fesikova, sind fassungslos angesichts der drohenden Konsequenzen: "Wenn unser Schicksal auf dem Rücken politischer Spiele oder anderer Dinge ausgetragen wird, dann ist das nicht fair. Es ist eine Sache, sich für die Olympischen Spiele nicht auf Wettkampfebene zu qualifizieren. oder Fehler in der sportlichen Vorbereitung zu machen. Etwas anderes ist es, für die Fehler anderer bestraft zu werden."

Letzter Ausweg Cas

Das letzte Wort hat nun das Exekutivkomitee der Wada. Sollte es die Empfehlung der Prüfkommission annehmen, wird Rusada eine formelle Mitteilung erhalten, in der ein Verstoß geltend gemacht und Strafen mitgeteilt werden.

Akzeptiert die Rusada die Strafe nicht, wird der Fall an den Internationalen Sportgerichtshof Cas weitergeleitet. Das Urteil dieser letzten Instanz ist dann verbindlich.

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