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Frankreich: Verhandlungen und Zugeständnisse im Rentenstreit

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Frankreich: Verhandlungen und Zugeständnisse im Rentenstreit
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Ein einheitliches und gerechtes Rentensystem soll es geben, hat Frankreichs Ministerpräsident Edouard Philippe versprochen. Doch nach wochenlangen Massenstreiks gibt es nun doch Verhandlungen und Zugeständnisse, die das künftige System weniger einheitlich ausfallen lassen als vorgesehen.

Die von der Macron-Regierung angestrebte Rentenreform soll die 42 existierenden Sondersysteme für verschiedene Branchen und Berufgruppen durch ein einfaches ersetzen. Nach dreiwöchigen Massenstreiks, bei denen mehr als eine halbe Million Menschen das ganze Land lahmlegen, finden nun Verhandlungen statt - Branche für Branche. Für bestimmte Berufe im Staatsdienst wurden bereits Zugeständnisse gemacht.

AFP

Einige Polizisten und Feuerwehrleute werden mit 52 oder 57 Jahren in den Ruhestand gehen können. Dasselbe gilt für Fluglotsen. Und auch Lastkraftfahrer werden unter bestimmten Bedingungen weiterhin mit 57 Jahren in den Vorruhestand gehen können.

Für andere Berufsgruppen wird noch verhandelt, zum Beispiel im Gesundheits- und Verkehrssektor. Von einem wirklich einheitlichen Rentensystem kann schon jetzt nicht mehr die Rede sein, meinen Experten. Emmanuel Grimaud ist Gründer der Organisation "Maximis Retraite" :

"Ein einheitliches System bedeutet nicht, dass es keine Besonderheiten/Ausnahmen geben kann. Aber man kann sich schon die Frage stellen, ob hier nicht zu viele Zugeständnisse gemacht worden sind und ob diese Zugeständnisse nicht zu einem Ungleichgewicht und Verhandlungswunsch aller Berufsgruppen führen. Die Ausnahmen dürfen nicht zu weit gehen, weil sie diejenigen Arbeitnehmer benachteiligen, die ein Renteneinstiegsalter von 62 oder 64 Jahren haben."

Die Zugeständnisse an bestimmte Berufsgruppen haben ihren Preis. Im Moment ist allerdings noch nicht klar, wie hoch der sein wird. Das nächste offizielle Treffen zwischen der Regierung und den Gewerkschaften soll am 7. Januar stattfinden.

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