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Kosovo: Neues Parlament kommt zusammen

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Kosovo: Neues Parlament kommt zusammen
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Im Kosovo hat sich das im Oktober neu gewählte Parlament gebildet.

Neuer Präsident der Volksvertretung ist der 39-jährige Glauk Konjucfa, der frühere Fraktionschef der linken Partei Vetevendosje ("Selbstbestimmung"). Die Partei hatte die zurückliegende Parlamentswahl gewonnen.

Deren Vorsitzender, Albin Kurti, steht derzeit mit der konservativen Demokratischen Liga des Kosovos (LDK) in Koalitionsverhandlungen. Beide Parteien waren bisher in der Opposition.

Kurti hatte Vetevendosje 2004 als radikale Bewegung gegen die damalige UN-Verwaltung Unmik im Kosovo gegründet. 2011 schaffte sie erstmals den Sprung ins Parlament.

Für die von ihm angestrebte Regierung hat Kurti einen Bruch mit Korruption und Vetternwirtschaft angekündigt, wie sie von den zu Politikern gewandelten ehemaligen UCK-Kommandanten praktiziert wurden.

Politikwechsel im Kosovo

Mit dem Regierungswechsel treten nun jene Parteien in den Hintergrund, die die Politik des Kosovos bisher mitbestimmt haben.

Die ehemals serbische Provinz Kosovo stand nach einer Nato-Intervention gegen das damalige Jugoslawien von 1999 bis 2008 unter UN-Verwaltung.

2008 wurde das Land unabhängig. Serbien erkennt dies bis heute nicht an.