Eilmeldung
This content is not available in your region

Teheran: Massenprozessionen, Leichengebet und eine finstere Botschaft

euronews_icons_loading
Teheran: Massenprozessionen, Leichengebet und eine finstere Botschaft
Copyright  AP/Ebrahim Noroozi
Schriftgrösse Aa Aa

Die Trauerfeierlichkeiten für den getöteten iranischen General Ghassem Soleimani haben eine neue Dimension erreicht.

In der Hauptstadt Teheran versammeln sich Millionen von Iranern, die dem als Märtyrer gefeierten Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden die letzte Ehre erweisen wollen.

Der Montag wurde in Teheran zum Feiertag erklärt, damit alle Menschen an der Zeremonie teilnehmen können.

In der Universität Teheran gab es zu Ehren des Generals ein sogenanntes Leichengebet, dem Tausende beiwohnten, darunter das geistliche Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei, und eine Tochter Soleimanis.

Düstere Botschaft der Tochter

Zeinab Soleimani richtete eine finstere Botschaft an die Angehörigen von US-Soldaten: "Die Familien von US-Soldaten im Nahen Osten werden ihre Tage damit verbringen, auf den Tod ihrer Kinder zu warten."

Auch die iranische Führung kündigte bereits Vergeltung an. Auf die Warnung, die USA sollten mit einer heftigen Reaktion rechnen, reagierte US-Präsident Donald Trump über Twitter.

"Diese über Medien verbreiteten Nachrichten", schrieb Trump, "werden als Mitteilungen an den US-Kongress dazu dienen, dass, sollte der Iran irgendeine US-Person oder irgendein Ziel treffen, die Vereinigten Staaten schnell und vollständig zurückschlagen werden, und das vielleicht in einer unverhältnismäßigen Art und Weise."

Inzwischen entsenden die USA aufgrund der Spannungen mit dem Iran tausende zusätzlicher Truppen in die Region.

Sie werden zunächst in Kuwait stationiert und dann an ihre jeweiligen Einsatzorte verlegt.