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Nationalgarde stoppt "Karawane 2020" an Grenze zu Guatemala

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Nationalgarde stoppt "Karawane 2020" an Grenze zu Guatemala
Copyright  AP Photo/Marco Ugarte   -   Marco Ugarte
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Mexiko ist im Süden des Landes mit einer neuen sogenannten Migrantenkarawane konfrontiert.

Bis hierhin und nicht weiter - das machten die mexikanischen Sicherheitskräfte mit ihrem Vorgehen gegen die überwiegend aus Mittelamerika stammenden Menschen deutlich.

Aus Guatemala kommend, hatten rund tausend von ihnen die nahe Grenze über einen Fluss passiert. Wenig später wurden sie gestoppt und aufgefordert, in bereitstehende Busse der Nationalgarde zu steigen, um nach Guatemala zurückgebracht zu werden.

Viele weigerten sich und leisteten Widerstand. Auf Steinwürfe der Migranten reagierten die Sicherheitskräfte mit dem Einsatz von Tränengas.

Der dreifache Familienvater Cesar Galindo aus Honduras sagte Reportern vor Ort: "Ehrlich gesagt wollen wir eine bessere Zukunft für unsere Kinder. Deshalb bringen wir dieses Opfer. Für uns Erwachsene wird sich wohl nichts mehr ändern. Aber die Kinder sollen es einmal besser haben als wir".

"Karawane 2020"

Insgesamt rund 3500 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, hatten sich in Honduras der sogenannten "Karawane 2020" angeschlossen, um Armut und Bandengewalt in ihren Heimatländern zu entkommen. In der Regel versuchen sie um jeden Preis, die USA zu erreichen.

Auf Druck aus Washington verfolgt Mexiko seit Monaten eine strikte Politik der Zurückweisung und versucht, die Durchreise abzuwenden.

Zwischen Ende 2018 und Anfang 2019 waren mehrere Migrantenkarawanen bis zur Grenze zwischen den USA und Mexiko gelangt. US-Präsident Donald Trump, der Einwanderer mit einer Mauer zum Nachbarland stoppen will, drohte der mexikanischen Regierung mit Strafzöllen, wenn sie nicht mehr unternehme, um die Migration einzudämmen.

Daraufhin verstärkte die Regierung den Einsatz der Nationalgarde an Grenzen. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die USA ging daraufhin zurück.