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Coronavirus: WHO warnt vor Engpässen bei Schutzkleidung

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Coronavirus: WHO warnt vor Engpässen bei Schutzkleidung
Copyright  Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved   -   Mark Schiefelbein
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Stillstand und Geisterkulissen prägen das Bild in asiatischen Metropolen wie Shanghai und Hongkong. Kaum jemand traut sich hier noch auf die Straße.

Obwohl sich möglicherweise eine Trendwende bei der Ausbreitung des Coronavirus abzeichnet. Freitag war der zweite Tag in Folge, an dem in China nicht mehr neue Ansteckungen als am Vortag gemeldet wurden.

Die chinesische Gesundheitskommission bestätigte für Freitag 3.143 Neuansteckungen. Die Gesamtzahl stieg auf das zehnfache, nämlich über 31.000.

Wieder 73 Todesopfer

Wie schon am Donnerstag starben 73 Patienten in China an den Folgen der Krankheit. Allerdings lassen sich die aus Peking gemeldeten Zahlen nicht unabhängig überprüfen. Und nicht eingeschlossen in die Berechnungen sind noch laufende Tests und Untersuchungen.

In Hongkong wurde des am Donnerstag verstorbenen Arztes Li Wenliang gedacht, der bereits im Dezember und zum damaligen Ärger chinesischer Behörden vor der neuen Lungenkrankheit gewarnt hatte. Die Pekinger Regierung will den Fall aufklären lassen.

WHO: Engpässe bei Schutzkleidung

Handlungsbedarf bestieht auch bei medizinischer Schutzkleidung. Das stellte die WHO fest. Sie begrüßte, dass weitere Nationen ihre Datenerfassung zum Coronavirus teilen.

Aber, warnte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus: _"Die Welt steht vor einem großen Engpass auf dem Markt für persönliche Schutzausrüstung. Die Nachfrage ist 200 Mal größer als normal und die Preise sind bis zu 20 Mal höher.
_

Diese Situation wurde durch den weit verbreiteten unangemessenen Gebrauch von persönlicher Schutzausrüstung außerhalb der Patientenversorgung noch verschärft. Infolgedessen sind die Lagerbestände inzwischen erschöpft und es gibt Lieferrückstände von vier bis sechs Monaten".

Kreuzfahrtschiffe bleiben vor Anker

Im japanischen Yokohama und in Hongkong liegen weiterhin zwei Kreuzfahrtschiffe mit insgesamt rund 7.000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern dauerhaft fest. An Bord der "Diamond Princess" stieg die Zahl der Infizierten laut des Gesundheitsministeriums in Tokio auf über 60.

Sorge bereitete US-Behörden die Lage auf der "Anthem of the Seas", die im Hafen von Bayonne, New Jersey festmachte. Schon auf See wurden über zwei Dutzend Passagiere unter Quarantäne gestellt, die möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert seien, berichteten lokale Medien. Vier Passagiere seien nach einer Untersuchung in die Universitätsklinik Newark eingeliefert worden. Zwei von ihnen hätten sich kürzlich in China aufgehalten.