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Covid-19: Wer ist Super-Spreader Steve Walsh?

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Steve Walsh
Steve Walsh   -   Copyright  AFP PHOTO / SERVOMEX / HANDOUT
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Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen steigt in China jetzt weniger schnell an als zuvor. Dennoch gab es in den vergangenen 24 Stunden dort noch immer fast 100 Tote. Und der sogenannte "Super-Spreader", der Brite Steve Walsh, dankte dem Personal eines Krankenhauses in London.

WHO zu Covid-19: "Die Welt muss Virus als Feind Nummer 1 betrachten"

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation zeigte sich auf der Konferenz zu dem neuartigen Virus in Genf weiter alarmiert. Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte: "Ein Virus kann stärker sein als ein Terrorangriff. Das ist wahr. Wenn die Welt nicht aufwacht und das Virus als Feind Nummer 1 betrachtet, glaube ich nicht, dass wir unsere Lektion gelernt haben."

Covid-19 ist offizieller Name

Als offiziellen Namen des Virus wählten die Wissenschaftler Covid-19.

Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus unterstrich, dass es bei der Namensauswahl auch darum ging, Diskriminierungen zu vermeiden: "Es sollte ein Name sein ohne Bezug auf einen Ort, auf ein Tier, auf eine bestimmte Person oder Gruppe von Leuten, der Name sollte aussprechbar sein und mit Bezug auf die Krankheit."

Der "Superspreader" Steve Walsh

Der Brite, der von Singapur nach Frankreich gereist war und dort mehrere Personen mit dem Virus infiziert hatte, dankte dem Krankenhauspersonal von St. Thomas in London.

AFP PHOTO / SERVOMEX / HANDOUT
Steve WalshAFP PHOTO / SERVOMEX / HANDOUT

Steve Walsh gilt als sogenannter Super-Spreader - oder Super-Verbreiter - das sind Personen, die das Virus an besonders viele andere weiterleiten.

Er hatte Ende Januar in einer Ferienwohnung in Contamines-Montjoie bei Chamonix mehrere Menschen infiziert. Einige trugen das Virus bis nach Mallorca weiter.

Nachdem er mit einem Easyjet-Flug nach London zurückgekehrt war, soll Steve Walsh dort fünf weitere Personen angesteckt haben.

Obwohl der Mann, der um die 50 keine Symptome der Krankheit zeigte, wurde er in einem Krankenhauszimmer isoliert.

Chinesen im Ausland verstärken unterdessen ihre Solidarität mit den von der Epidemie Betroffenen in der Heimat. Sie schicken weiterhin Schutzmaterial wie Masken - oft zurück nach China, wo diese zuvor produziert wurden.

Journalist • Kirsten Ripper