Eilmeldung
This content is not available in your region

Chinesische Einwanderer in Madrid: Leben in Quarantäne

euronews_icons_loading
Chinesische Einwanderer in Madrid: Leben in Quarantäne
Copyright  AP   -   Andy Wong
Schriftgrösse Aa Aa

Im Usera-Viertel in Madrid leben rund zehntausend Menschen mit asiatischem Migrationshintergrund. Doch zurzeit haben hier die meisten Geschäfte zu, die Straßen sind fast leer.

Wegen des Coronavirus haben es viele vorgezogen, nach einem Aufenthalt in China, jetzt in einer freiwilligen Quarantäne zu bleiben.

Der Vizepräsident der "Organisation chinesischer Bürger in Spanien", Dawei Ding, erklärt, warum im Viertel nichts los ist:

Es gibt zwei Gründe: Zum einen haben die Menschen Angst und gehen nicht raus, um zum Beispiel essen zu gehen. Sie kaufen lieber ein und kochen und essen zuhause. Deshalb ist in den Geschäften zurzeit auch nur wenig los. Dazu kommt: wenn etwas mit einem Mitarbeiter oder einem Kunden passiert, der mit dem Coronavirus infiziert ist - die Nachrichten darüber würden das Geschäft kaputt machen. Für uns gilt: In Zeiten der Krise ist Vertrauen wertvoller als Gold.

Die roten Laternen in den Straßen erinnern an das chinesische Neujahrsfest, das vor kurzem zuende gegangen ist. Doch die Stimmung im Usera-Viertel in Madrid ist eher verhalten. Keiner weiß jedoch, ob das Virus hier tatsächlich angekommen ist.