Mussolini bleibt Ehrenbürger von Salò

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Die Kleinstadt Salò am Gardasee hat dafür gestimmt, dass der faschistische Diktator Mussolini Ehrenbürger der Stadt bleibt.

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Eine Mehrheit im Gemeinderat der norditalienischen Kleinstadt Salò hat dafür gestimmt, dass der faschistische Diktator Benito Mussolini Ehrenbürger der Stadt bleibt.

Geschichte können man nicht einfach annullieren, meinten Abgeordnete nach der Abstimmung am Donnerstagabend, die unter starken Polizeipräsenz im Rathaus stattfand. Bürgermeister Gianpiero Cipani erklärt die Entscheidung: "Wir glauben, dass es richtig ist, an Benito Mussolini als historische Figur zu erinnern und damit an die Fehler des Faschismus'. Dazu dürfen wir sein Gedächtnis nicht auslöschen."

Salò am Gardasee war im Zweiten Weltkrieg Sitz des faschistischen Marionettenregimes unter Mussolini. Die Ehrenbürgerschaft wurde im 1924 verliehen, so wie auch in vielen anderen italienischen Städten.

Mitte-Links-Parteien hatten gefordert, die Ehrenbürgerschaft abzuschaffen.

Lucio Pedroni ist Präsident des Partisanenverbands ANPI für die Region Brescia. Die Mitglieder des ANPI hatten damals gegen das faschistische Regime Italiens und die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs gekämpft, heute hat der Verein den Status einer wohltätigen Stiftung. Pedroni ist gegen das Aufrechterhalten einer Ehrenbürgerschaft Mussolinis: "Geschichte und staatsbürgerliche Bildung werden in den Schulen ernsthaft gelehrt. Deshalb sollten sämtliche Handlungen, auch symbolische, bei denen keine klare Haltung gegenüber dem Faschismus erkennbar ist, abgelehnt werden".

In Mailand hat ein Berufungsgericht am Freitag 11 Rechtsextreme zu einem Monat und 10 Tagen Haft verurteilt. Sie hatten während eines Aufmarschs 2017 den nationalsozialistischen Gruß mit ausgestrecktem Arm gezeigt. Nach Ansicht des Staatsanwalts erhöhe die Geste die Gefahr, diskriminierende Ideen zu verbreiten.

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