EU-Abgeordnete Mussolini berichtet von Angriff in Straßburg

EU-Abgeordnete Alessandra Mussolini, Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini 2008
EU-Abgeordnete Alessandra Mussolini, Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini 2008 Copyright GREGORIO BORGIA/AP
Von Julika HerzogEuronews Digital mit AP
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Ein Mann soll die 61-jährige auf offener Straße in Straßburg angegriffen haben. Die Enkelin von Italiens faschistischem Dikator Benito Mussolini will keine Anzeige erstatten

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Die italienische Europaabgeordnete Alessandra Mussolini, Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini, ist nach eigenen Angaben in Straßburg auf der Straße angegriffen worden.

Die Europaparlamentarierin war Montag zur regulären Plenarsitzung in Straßburg eingetroffen. In einem Video in den sozialen Netzwerken berichtete Mussolini direkt im Anschluss fassungslos von dem Vorfall.

Ein Mann, der Italienisch sprach und sie erkannt habe, soll sie am Montagabend in der Innenstadt mit einer Krücke angegriffen haben, berichtete die 61-Jährige: 

"Wir standen im Stadtzentrum, es war dunkel. Ich befand mich übrigens nicht in einer Gruppe von Unruhestiftern. Dann erkannte er mich und es kam zu einer Beleidigung und einem Angriff. Gott sei Dank haben mich meine Assistenten aufgefangen. Wir sind dann weggegangen, weil man nie weiß, ob sie nicht doch etwas dabei haben. Wir sollten nicht so beeinflusst werden, wir Frauen sollten uns frei fühlen, ohne Angst unseren eigenen Aktivitäten nachzugehen, ohne Angst durch die Straßen zu laufen. Aber ich werde wohl noch mehr Sport machen müssen."

Gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP erklärte Mussolini, dass sie keine Anzeige erstatten werde. 

Alessandra Mussolini ist die Tochter von Duce-Sohn Romano Mussolini und dessen erster Frau Maria Scicolone, Schwester von Filmstar Sophia Loren. Seit 1992 ist sie Abgeordnete in Italien, 2019 wurde sie ins EU-Parlament gewählt.

Italiens führende Regierungspartei, die rechten Brüder Italiens (Fratelli d‘Italia), zeigte sich solidarisch mit Mussolini und verurteilte den Vorfall. Auch andere italienische und europäische Politiker bekundeten ihre Solidarität.

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