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Surf-Unfall von Alex Botelho in Nazaré: Zuviel gezeigt?

Surf-Unfall  von Alex Botelho in Nazaré: Zuviel gezeigt?
Copyright AP Photo/Armando Franca
Copyright AP Photo/Armando Franca
Von Kirsten RipperEuronews mit AP, AFP
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Nach dem schweren Jetski-Unfall von Alex Botelho in der Monsterwelle von Nazaré dauert die Polemik an.

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Nach dem schweren Jetski-Unfall des Portugiesen Alex Botelho in einer 14-Meter-Welle in Nazaré gibt es viel Kritik an der World Surf League, die die "Nazaré Tow Surfing Challenge" im Livestream übertragen hat. Auch als der leblos wirkende Körper des jungen Surfers ans Ufer gespült wurde, wurde weiter gefilmt und übertragen. Die Kommentatoren waren überfordert.

Offenbar war Alex Botelho vom Jetski am Kopf getroffen worden. Sein Partner Hugo Vau steuerte das Fahrzeug in die 14 Meter hohe Welle. er war es auch der Botelho wieder aus dem Wasser zog. Beim sogenannten Tow-In-Surfen fahren die Surfer mit dem Jetski in Wellen, die ohne Hilfsmittel zu hoch und zu stark wären, um sie zu erreichen.

Der Surfer Albee Layer aus Hawaii, der sich zur Zeit von einem Surf-Unfall im Dezember erholt, kritisierte unter einem Post der World Surf League auf Instagram: "Our lives are clickbait." ("Unsere Leben sind Klickköder").

Wird das Leben der Surfer für Klicks ausgeschlachtet?

In der FAZ erklärte der deutsche Surf-Profi Sebastian Steudtner, der den Winter in Portugal verbringt und am "Nazaré Tow Surfing Challenge" teilnahm: "In welcher Sportart gibt es das, dass mit der Kamera draufgehalten wird, wenn ein Sportler ohnmächtig ist – und danach werden noch Zusammenschnitte an die Presse verteilt?"

AP Photo/Armando Franca
Sebastian Steudtner beim Nazare Tow Surfing ChallengeAP Photo/Armando FrancaArmando Franca

Nach dem Unfall wurde Alex Botelho nach Lissabon ins Krankenhaus gebracht. Die World Surf League erklärte, er habe das Bewusstsein wiedererlangt. Portugiesische Medien meldeten allerdings, Botelho werde künstlich beatmet, das Leira-Krankenhaus bezeichne seinen Zustand als "stabil".

Sebastian Steudtner, der beste deutsche Big-Wave-Surfer kritisierte in der FAZ auch die Sicherheit in Nazaré: "Wir brauchen spätestens nach diesem Unfall Sicherheitsstandards, an die sich alle halten. Es kann nicht sein, dass es vier Minuten dauert, bis ein bewusstloser Surfer an Land geholt wird."

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