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Machu kaputtu: Touristen auf des Inkas Spuren

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Machu kaputtu: Touristen auf des Inkas Spuren
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Machu Picchu, die mystische Stadt der Inka in Peru – was auf diesen Aufnahmen nach Abenteuer und für Europäer auch nach Exotik aussieht, verliert viel von seiner Strahlkraft, sobald die Tore aufgehen: Eine Lawine von Touristen überrollt die Jahrhunderte alte Stadt, jeden Tag aufs Neue.

"Heute sind es eintausend Besucher pro Stunde", sagt diese Seismologin, die in Machu Picchu zur Erhaltung der Ruinen forscht, "ist doch klar, dass die Füße der Touristen Auswirkungen haben."

Die Tritte verdichten den Boden, verletzen den Untergrund, tragen das Gelände und die Steine nach und nach ab, verändern die Landschaft. Dazu kommt, dass sich einige einfach nicht zu benehmen wissen. Die Aufsicht hat die Arbeit, die Besucher zu lenken und zurechtzuweisen. "Manche Touristen machen akrobatische Kunststücke oder wollen sich nackt fotografieren", erzählt ein Aufseher.

Koten auf Ruinen

Dann gibt es noch Leute wie die Touristen aus Chile, Frankreich, Brasilien und Argentinien, die kürzlich in das Gelände eingedrungen sind, Steine aus einer Mauer gebrochen und ihre Notdurft in der Ruinenstadt verrichtet haben sollen. Fünf von ihnen haben die Behörden ins Nachbarland Bolivien abgeschoben, einer saß Stand Januar in Haft.

Selbst 60 Euro Eintritt halten viele nicht davon ab, Machu Picchu zu besuchen. Andererseits gehen die Einnahmen auch in die Erhaltung des Weltkulturerbes. Und nicht nur als Kuriosum, auch zur kulturellen Bildung wird Machu Picchu wohl weiterhin zugänglich bleiben.