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"Es tut so weh" 17-Jährige twittert aus Coronavirus-Epizentrum Codogno

"Es tut so weh" 17-Jährige twittert aus Coronavirus-Epizentrum Codogno
Copyright  Screenshot Twitter @gggiulssss
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Eigentlich heißt sie Giulia, auf Twitter nennt sie sich @gggiulssss - und eigentlicht wollte sie an ihrem 17. Geburtstag zu Hause mit Freundinnen und Freunden eine Party feiern. Doch wegen des Coronavirus-Ausbruchs im Norden von Italien musste sie die Fete absagen. Denn Giulia lebt in Codogno, dem Ort, den einige als "das italienische Wuhan" bezeichnen. Sie erzählt von den Sorgen, die sie und alle in Codogno sich um die Erkrankten machen. Und sie beschreibt ihren Alltag.

Giulia hat auf Twitter auch von ihrem etwas anderen Geburtstag berichtet, Medien wie LA REPUBBLICA wurden aufmerksam - und inzwischen ist @gggiulssss in den sozialen Medien ein Star. Sie ist die junge Stimme aus der abgeriegelten Stadt.

Im Interview mit I FATTI CAPITALI erklärt Giulia, dass sie an ihrem Geburtstag zwar keine Kerzen auf der Geburtstagstorte ausgeblasen hat, dass ihr aber Hunderte im Internet alles Gute gewünscht haben.

In den Tweets der jungen Frau wird deutlich, wie bedrückend die Stimmung unter den Bewohnern von Codogno ist.

"Es tut so weh, wenn man aufwacht und erkennen muss, was hier geschieht." schreibt Giulia am Sonntagmorgen, als sich die Situation mit fast 130 mit Covid-19 Infizierten noch verschärft hat.

Zuvor war Giulia positiver gestimmt. So schrieb sie zunächst - mit einem Emoji einer Wasserpistole: "Wenn die Schulen wirklich zwei Wochen lang geschlossen bleiben, muss ich einen Zeitvertreib finden."

Die junge Frau teilt auch Informationen der Behörden wie die Notruf-Nummer.

Giulia hat auch Fotos der leeren Straßen von Codogno veröffentlicht.

Der für März geplante Schulausflug nach Straßburg, auf den sich Giulia und ihre KlassenkameradInnen seit langem gefreut hatten, ist bereits abgesagt. Auf Twitter hatte sie geschrieben: "Es ist mein Geburtstag, ich habe Angst, aber ich hoffe, dass das alles schnell vorbeigeht - besonders für die Erkrankten und ihre Familien."

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