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Coronavirus: Das sind die Neuerkrankungen und Fallzahlen

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Coronavirus: Das sind die Neuerkrankungen und Fallzahlen
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In Deutschland gibt es weitere Infektionen mit dem Corona-Virus. Das Universitätsklinikum Tübingen bestätigte zwei neue Fälle. Zuvor war in Baden-Württemberg am Dienstag ein Fall aus Göppingen ein Fall gemeldet worden. Nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministers Manne Lucha (Grüne) hatte der junge Mann gemeinsam mit einer Freundin Mailand besucht. Zwei Tage nach den ersten Symptomen meldete er sich beim Gesundheitsamt. Dem Patienten gehe es gut, sagte Stefan Brockmann, der Leiter des LGA-Kompetenzzentrums Gesundheitsschutz.

Zudem werden in Deutschland derzeit im Universitätsklinikum Düsseldorf zwei Patienten behandelt. Es handelt sich um ein Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg bei Aachen, wie das Gesundheitsministerium in NRW mitteilte. Der Mann befinde sich in einem kritischen Zustand. Die Frau hat derzeit laut der Uniklinik keine schweren Symptome. Da sie Kindergärtnerin ist, sollen alle Kinder der Einrichtung untersucht werden.

Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Europa und Deutschland spricht die Bundesregierung von einer "neuen Situation". Das Virus sei deutlich nähergerückt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.

In Deutschland kamen damit in dieser Woche fünf bestätigte Fälle hinzu. Zuvor hatte es in Bayern 14 Erkrankte gegeben sowie zwei Infizierte, die unter den Rückkehrern aus Wuhan waren. Die Bundesregierung hatte Anfang Februar über 120 Menschen aus dem Epizentrum der Epidemie ausgeflogen.

Zwei bekannte Fälle in Österreich

In Österreich gibt es zur Zeit bekannte Fälle. Eine 24-jährige Frau und ihr gleichaltriger Freund waren am Dienstag positiv auf das Virus getestet worden, berichtet ein Sprecher der Klinik in Innsbruck. Beide stammen aus dem Raum Bergamo in Italien. Sie müssten noch bis zum Wochenende in Quarantäne bleiben.

Zweiter Toter in Frankreich

In Frankreich starben bisher zwei Menschen an der neuartigen Lungenerkrankung. In der Nacht auf Mittwoch starb ein 60 Jahre alter Franzose. Er war erst kurz zuvor ins Krankenhaus Pitiè Salpetrière in Paris eingeliefert und positiv getestet worden. In der französischen Hauptstadt war zuvor schon ein 80-jähriger Tourist aus China im Hôpital Bichat in Paris dem Coronavirus erlegen.

Die französischen Gesundheitsbehörden bestätigen zudem mehrere neue Fälle in verschiedenen Regionen des Landes. In Frankreich gibt es insgesamt 17 Infektionen.

Auch in anderen europäischen Ländern wurden Fälle bekannt. Kroatien, Österreich und die Schweiz berichteten am Dienstag von Sars-CoV-2-Fällen.

Zwölf Tote in Italien

In Italien, dem Land mit den meisten Coronavirus-Toten und -Erkrankten in Europa seien mittlerweile über 370 Menschen infiziert, davon seien zwölf gestorben, gab der Zivilschutz am Mittwoch in Rom bekannt.

China: Über 2600 Tote

Auch in China bleibt die Lage angespannt. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, liegt die Gesamtzahl der Todesopfer bei über 2660 Personen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte auf über 77 700.

Erster Fall in Südamerika

Erstmals wurde auch in Südamerika ein Fall gemeldet. Die Erkrankung soll nach einem Bericht des Portals "G1" das Krankenhaus Albert Einstein festgestellt haben. Demnach habe ein 61 Jahre alter Mann, der zwischen dem 9. und 21. Februar nach Norditalien gereist war, die Symptome der Krankheit wie Husten gezeigt. Er sei nun zu Hause isoliert.