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Mailand: Das Virus vor der Haustür

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Mailand: Das Virus vor der Haustür
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Die Millionenmetropole Mailand zittert: Das Coronavirus, das mühelos über Kontinente sprang, ist vor der Haustür angekommen: Die „Rote Zone“ rund um die Stadt Lodi in der Lombardei mit Dutzenden Fällen und zwei Toten (24.02.2020) wegen Covid19 ist nur eine Autostunde entfernt - rund 60 Kilometer. Und Italiens Finanzhauptstadt hat was von Wuhan: Leere Straßen, geschlossene Läden und viel Angst. Supermärkte hatten noch nie so viel zu tun. Verzweifelt suchen die Menschen in Mailand nach Atemmasken - überall ausverkauft.

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Ein Mailänder:

"Wir versuchen, nicht daran zu denken, in der Hoffnung, dass es bald vorbei sein wird. Aber wenn andere Leute, Freunde und Verwandte darüber sprechen, kommt Panik hoch. Es ist wirklich schwer, damit klarzukommen."

Apotheker waren in den vergangenen Stunden an vorderster Front der Krise. Sie sollen Atemschutzmasken tragen und zu ihren Kunden Abstand halten.

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Eine Apothekerin:

"Es war sehr anstrengend. Wir möchten unsere Müdigkeit nicht zeigen, es schwer, dauernd zu wiederholen, dass uns die Atemmasken gerade ausgehen. Wir müssen professionell bleiben und allen unseren Kunden den richtigen Rat geben."

TOTE HOSE IM AUSGEHVIERTEL

In der allgemeinen Ratslosigkeit gehen Taxifahrer mit die größten Risiken ein.

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Ein Taxifahrer:

"Wir lüften das Auto, wir benutzen Desinfektionsmittel für die Hände. Wir desinfizieren das Fahrzeug, alle Oberflächen, die die Menschen berührt haben, und fahren weiter."

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Das Nachtleben in der geschäftigsten und lebhaftesten Stadt Italiens ist auf Null. Die Vorsichtsmaßnahmen zielen auf das, was die Menschen in Mailand am meisten lieben: Ihr gesellschaftliches Leben. Kinos, Theater und Museen haben geschlossen, für mindestens 7 Tage.

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Marta Brambilla, Euronews:

„Wir sind hier im Navigli-Viertel, dem Herzen des Mailänder Nachtlebens. Alle Bars schließen ab 18 Uhr. Wie Sie sehen, ist hier ist hier tote Hose. Die Behörden finden die Maßnahme nützlich, um das Virus im Zaum zu halten. Aber sie könnte die Panik verstärken, mit Folgen für die Wirtschaft.“

su mit dpa

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