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Griechenland: Ausschreitungen an der Grenze zur Türkei

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Griechenland: Ausschreitungen an der Grenze zur Türkei
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An der griechisch-türkischen Grenze ist die Lage zwischen MigrantInnen und Sicherheitskräften eskaliert. Die griechische Polizei versuchte die Menschen mit Tränengas und Blendgranaten am Grenzübertritt zu hindern. Die Flüchtlinge warfen Steine und Holzstücke.

Seit dem die Türkei vor Tagen erklärt hatte, die Grenzen nach Europa nicht mehr abzuriegeln, versuchen Tausende über Griechenland in die EU zu gelangen. "Mehr als 15.000 Migranten wurden daran gehindert, von der Türkei aus nach Griechenland zu gelangen", so euronews-Reporter Apostolos Staikos. "Die Regierung betrachtet dies als organisierte, illegale Missachtung der griechischen Grenzen, der Grenze zur Europäischen Union."

Migranten bekommen Warnung aufs Handy

MigrantInnen, die sich der Grenze nähern, bekommen von der griechischen Regierung eine Mitteilung aufs Handy. Niemand könne die Grenze übertreten, heißt es darin. Wer es versuche, werde davon abgehalten. Trotzdem ist es etwa 200 Menschen gelungen, nach Griechenland zu kommen. Die meisten kamen nachts über die Grenze, wurden aber von der Polizei abgefangen. Einige irren durch die Felder und wissen nicht, wo sie hin sollen.

Der 23-jährige Afghane Asif sagt: "Wir hatten in der Türkei viele Probleme. Wir haben keine Arbeit gefunden und konnten nicht gut leben. Also haben wir beschlossen, die Türkei zu verlassen und nach Griechenland zu gehen."

Griechenland verstärkt Einheiten an der Grenze

Griechenland verstärkte die Einheiten an der Grenze. Auch die EU-Grenzschutzagentur Frontex erklärte, zusätzliches Personal in die Region zu schicken.

Der griechische Verteidigungsminister Nikolaos Panagiotopoulos besuchte die Grenzgebiete. "Die Grenzen werden hervorragend bewacht", erklärte er. "Unsere Männer sind hier, unsere Streitkräfte und Polizei wurde verstärkt. Wir tun unser Bestes, um die griechische Grenze zu verteidigen.

Auslöser für die Entscheidung der Türkei, die Flüchtlinge nicht mehr wie bisher im Land zu halten, waren hohe Verluste des Landes bei Kämpfen in der syrischen Rebellenprovinz Idlib am Donnerstag. Die Türkei hatte NATO und EU bisher vergeblich dazu aufgefordert, sie bei den Kämpfen in Syrien zu unterstützen.