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Super Tuesday: Biden stellt Sanders-Triumph in Kalifornien in den Schatten

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Super Tuesday: Biden stellt Sanders-Triumph in Kalifornien in den Schatten
Copyright  Chris Carlson
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Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden hat bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei eine unerwartete Siegesserie hingelegt.

Prognosen zufolge gewann Biden in neun der 14 Bundesstaaten, darunter im bevölkerungsreichenTexas. Für die Nominierung als Kandidat werden 1991 Stimmen von Delegierten benötigt. An diesem Super Tuesday standen über ein Drittel der Delegiertenstimmen auf dem Spiel.

Biden sagte vor seinen Anhängern: _"Ich stehe also hier, um zu berichten, dass wir sehr lebendig sind. Und seien Sie gewiss: diese Kampagne wird Donald Trump zum Teufel jagen. Die Menschen sprechen von einer Revolution. Wir haben eine Bewegung gegründet. Wir haben die Wahlbeteiligung erhöht, und zwar zu unseren Gunsten. Das kann dazu führen, dass wir außergewöhnliche, außergewöhnliche Dinge tun können."
_

Biden bedankte sich via Twitter bei seinen Unterstützern und den freiwilligen Helfern.

Sanders-Hochburg Kalifornien

Bei der wichtigsten Vorwahl in Kalifornien behielt allerdings Bernie Sanders die Oberhand. Der linke Senator aus Vermont gewann laut Prognosen auch in seinem Heimatstaat, in Colorado und in Utah.

Sanders gab sich hinsichtlich seiner Kandidatur siegesgewiss: "Wir werden gewinnen, weil die Menschen verstehen, dass es unsere Kampagne, unsere Bewegung ist, die am besten in der Lage ist, Trump zu besiegen. Was wir brauchen, ist eine neue Politik, die die Menschen der Arbeiterklasse in unsere politische Bewegung bringt, die junge Menschen in unsere politische Bewegung bringt."

Bloombergs Start fiel ins Wasser

Milliardär Mike Bloomberg hatte sich seinen Einstieg in die Kandidatenkür bis zum Super Tuesday aufgespart. Trotz eines 500-Millionen-Dollar schweren Werbefeldzugs konnte der frühere New Yorker Bürgermeister keinen einzigen Staat für sich entscheiden.

Allerdings setzte er sich im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa durch. Außerdem erreichte der 78-Jährige in mehreren Staaten immerhin Stimmenanteile von über 15 Prozent.

US-Präsident Donald Trump höhnte über Twitter. "Mini-Mike" sei der "größte Verlierer" des Abends.

Noch härter traf es Elizabeth Warren. Die Senatorin landete in ihrem Heimatstaat Massachusetts laut Prognosen nur auf Platz drei hinter Biden und Sanders. Gar keine Rolle spielte bei den Abszimmungen Tulsi Gabbard, Senatorin aus Hawaii.

Rückschlag für Sanders, innerparteilicher Anschub für Biden

Sanders hatte vor dem Super Tuesday nach vier Vorwahlen in Führung gelegen. Auch seine Umfragewerte waren auf nationaler Ebene Spitze.

Biden profitierte jetzt wohl vor allem vom Rückhalt der schwarzen Wähler. In mehreren südlichen Staaten hatte der 77-Jährige großen Vorsprung auf die Konkurrenz.Außerdem fiel ins Gewicht, dass gleich drei ausgeschiedene demokratische Präsidentschaftsbewerber ihre Anhänger aufgefordert hatten, Biden zu unterstützen: Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Beto O` Rourke.