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Waffenruhe in Idlib - Atempause in Syrien

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Waffenruhe in Idlib - Atempause in Syrien
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Russland und die Türkei haben sich als Schutzmächte der syrischen Regierung und der Rebellen auf eine neue Waffenruhe für Idlib geeinigt. Sie trat um Mitternacht in Kraft. Russische und syrische Jets flogen am Freitag zunächst keine Angriffe. Mehrere EU-Staaten begrüßten die Einigung.

Mit dem Abkommen wird ein Sicherheitskorridor entlang der wichtigen Ost-West-Autobahn M4 in der Provinz Idlib eingerichtet. Es sieht auch gemeinsame russisch-türkische Militärpatrouillen in dieser Zone ab dem 15. März vor.

Aber die Spannungen sind nach wie vor hoch. Dazu Marija Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums:

"Was die Vernichtung von Kämpfern und Terroristen betrifft, so sollten diese, falls sie als solche identifiziert werden, in erster Linie von den syrischen Streitkräften und denjenigen Kräften, die legitim mit den syrischen Behörden in Verbindung stehen, bekämpft werden".

Die Mängel in den türkisch-russischen Beziehungen sind deutlich. Dazu Michael Tanchum, vom österreichischen Institut für Europa- und Sicherheitspolitik

"Es war ein Irrtum, zu glauben, dass die Türkei und Russland eine strategische Partnerschaft haben. Es gab den Versuch, aber daraus ist keine strategische Partnerschaft hervorgegangen. Aber auch diejenigen, die dachten der Konflikt zwischen der Türkei und Russland würde die Türkei einfach in die Arme des Westens drängen, haben sich geirrt. Die Türkei kann diesen Konflikt abschotten und das ermöglicht ihr die Aufrechterhaltung einer strategischen Autonomie".

Die derzeitige Vereinbarung greift eine frühere Zusammenarbeit wieder auf, bei der russische und türkische Streitkräfte gemeinsam patrouillierten. Aber durch die Vielzahl von Kräften, die in den Krieg verwickelt waren, hielt der Waffenstillstand nicht lange. Es wird befürchtet, dass dies auch diesmal der Fall sein könnte.