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Mehr Todesfälle in Italien als in China - mehr als 3.400 Menschen gestorben

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Virus Outbreak Italy
Virus Outbreak Italy   -   Copyright  Claudio Furlan/LaPresse
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Die Zahl der Menschen, die Italien an Covid-19 gestorben sind, ist auf 3405 gestiegen. Das meldet der Zivilschutz. Damit übersteigt die Todeszahl erstmals jene in China, wo das Coronavirus in der Stadt Wuhan zuerst aufgetreten war. In China sind laut der Zählung der Johns Hopkins Universität in Baltimore 3.130 Menschen an Covid-19 gestorben.

Abschottungsmaßnahmen: „Nicht sehr streng“

Sun Shuopeng, der stellvertretende Vorsitzende des Chinesischen Roten Kreuzes, der nach Italien gereist ist, um seine Erfahrung weiterzugeben, übte Kritik: „Ich finde, dass die Abschottungsmaßnahmen hier in Mailand als Hauptstadt der Region, die am stärksten betroffen ist, nicht sehr streng sind. Die öffentlichen Nahverkehrsmittel sind noch geöffnet, die Menschen laufen nach wie vor herum, essen gemeinsam, feiern in Hotels und tragen keine Masken."

Aufnahmen aus Rom hingegen zeigen Straßen und Plätze, die so gut wie menschenleer sind. Nach Ansicht der italienischen Behörden könnte es mehrere Gründe für die vielen Coronavirustoten in dem Land geben. Einer davon: Italiens Bevölkerung ist durchschnittlich die zweitälteste der Welt, und 87 Prozent der bisherigen Todesopfer waren jenseits der 70 Jahre.

Mehr als 41.000 Menschen in Italien wurden positiv auf Covid-19 getestet. Besonders dramatisch ist die Situation weiterhin in der norditalienischen Region Lombardei.

Wie die italienische Zeitung CORRIERE DELLA SERA berichtet, sind unter den vielen Toten in Italien mindestens 14 Ärzte. Viele haben sich infiziert, weil sie keine wirkungsvolle Schutzkleidung hatten.