Die Felder sind voll, das Personal-Reservoir leer: Spanische Gemüsebauern leiden unter Personalmangel, weil die Erntehlfer woanders gebraucht werden.
Während das öffentliche Leben in Spanien praktisch zum Stillstand gekommen ist, herrscht in der Landwirtschaft auch während der Pandemie Betriebsamkeit. Aber wie lange noch?
Selbst auf den Feldern, in Gewächshäusern und beim Umgang mit den Erzeugnissen ist die Coronavirus-Bedrohung allgegenwärtig.
Landwirt David Pérez aus Almeria sagte auf einem seiner Felder: "Beim Umgang mit dem Gemüse und auch beim Weitertransport tragen wir immer Handschuhe und Mundschutz. Wir sind sehr gut geschützt."
In den Vordergrund ist aber auch noch ein anderes Problem gerückt. Durch die Ausgangsverbote und Grenzschließungen herrscht Personalnot.
GemüsebauerJulio Bacete erläuterte: "Die Leute haben Angst. Oder sie legen die Arbeit nieder, weil sie sich um ältere Angehörige kümmern müssen oder um ihre Kinder, die schulfrei haben. Also fällt die Ernte geringer aus in Zeiten höherer Nachfrage."
Deshalb haben die Gemüsebauern auch schon Hilferufe an die Regierung in Madrid abgesetzt. Eine Antwort steht noch aus.