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"Wunder" von Ferrera Erbognone: Ein ganzes Dorf immun?

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"Wunder" von Ferrera Erbognone: Ein ganzes Dorf immun?
Copyright  Mauro Scrobogna/LaPresse
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Ferrera Erbognone ist eine kleine Stadt in der Lombardei. Rund 1000 Menschen leben hier, die meisten sind über 60 Jahre alt.

Alle Bewohner immun?

Der verschlafene Ort sorgt derzeit in Italien für Schlagzeilen – und zwar positive. Obwohl er mitten im Coronavirus-Epizentrum im Norden des Landes liegt, gibt es hier bislang keinen einzigen Fall.

"Vielleicht haben wir alle schon Antikörper entwickelt. Denn wir gehen ganz normal raus, ich habe keine andere Erklärung“, sagt eine Frau auf der Straße.

Der Bürgermeister, Giovanni Fassina, will mit Bluttests feststellen, ob sich die Einwohner tatsächlich schon zum Großteil mit dem Covid-19-Erreger angesteckt hatten und jetzt immun sind: "Wir wollen prüfen, wie viele Menschen positiv und mit dem Virus in Kontakt gekommen sind, um dann später eventuell eine Antikörperstudie zu machen, aber das braucht noch etwas Zeit.

"Nach wie vor Angst"

Bis dahin bleiben viele der Bewohner lieber auf der Hut. "Ich wohne allein und habe nach wie vor Angst vor dem Virus, deshalb trage ich immer eine Maske“, so eine Frau.

Andere Bewohner sprechen von einem "Wunder". Eine Erklärung hat derzeit niemand. Vielen ist der Grund auch egal. Für sie steht fest: Ein bisschen Hoffnung inmitten der Schreckensmeldungen tut gerade allen Italienern gut.