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Covid-19: Interpol warnt vor Organisierter Kriminalität

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Covid-19: Interpol warnt vor Organisierter Kriminalität
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Europas Polizeibehörden haben einen Millionenbetrug um Covid-19-Schutzmasken zumindest zum Teil vereitelt. Laut Interpol haben die Täter versucht, mehreren Gesundheitsbehörden in Europa nicht existente Schutzmasken zu verkaufen.

Die Menschen müssen wachsam sein und skeptisch
Stephen Kavanagh
Interpol

Stephen Kavanagh, Interpol-Exekutivdirektor für Polizeidienste, warnt aus diesem Anlass vor riesigen Betrugsnetzwerken und Organisiertem Verbrechen, das die schwierige Situation während der COVID-19-Epidemie ausnutze:

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"Interpol möchte hervorheben, dass die Menschen wachsam und jedes Mal skeptisch sein müssen, wenn sie weitgehende Vereinbarungen treffen. Und dass sie sicher sein und schwierige Fragen stellen müssen. Es ist besser, dies zu tun. Prüfen Sie potenzielle Geschäftspartner, bevor Sie ihnen vertrauen.

Wir sehen böswillige Anhänge in E-Mails, die von Menschen geöffnet werden, Ransomware-Angriffe gegen medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser. Verbrecherorganisationen werden plötzlich zu Kredithaien für diejenigen, die schutzbedürftig und knapp bei Kasse sind, Transport- oder Reinigungsdienste anbieten. Es geht also nicht nur um klar erkennbare Verbrechen, sondern Organisierte Kriminalität, die sich in die Reaktionen auf die Notlage reinschmuggelt und verzweifelte Regierungen ausnutzt."

MILLIONEN FÜR SCHUTZMASKEN, DIE ES NIE GAB

Die Geschichte: Deutsche Gesundheitsbehörden nahmen Mitte März 2 Vertriebsgesellschaften in Zürich und Hamburg unter Vertrag, die Schutzmasken im Wert von 15 Millionen Euro besorgen sollten. Mehr als zwei Millionen Euro wurden bezahlt, die Masken kamen nie an. Schliesslich wurden Europol zufolge in den Niederlanden 2 Beteiligte festgenommen, der Fall sei noch nicht abgeschlossen.

su mit Euronews World