Druck von Präfekturen: Abe weitet Notstandsregeln aus

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Von Euronews mit dpa
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Zuvor hatten mehrere Präfekturen in Eigenregie Notfallmaßnahmen eingeführt. Jetzt gelten die von vielen Experten als zu lasch angesehenen Bestimmungen in ganz Japan. Kritisiert werden weiterhin mangelnde Tests auf das neuartige Coronavirus.

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Der japanische Regierungschef Shinzo Abe hat den Notstand auf das ganze Land ausgeweitet. Darum hatten mehrere Präfekturen gebeten.

Abe sagte nach einem Krisentreffen seines Kabinetts mit Gesundheitsexperten: "Wir werden das Gebiet für die Durchführung von Notfallmaßnahmen, die am 7. April eingeführt wurden, von den sieben Präfekturen auf alle Präfekturen ausdehnen. Die Umsetzungsfrist bis zum 6. Mai bleibt unverändert".

Abe reagierte damit auf zunehmende Kritik an seiner Regierung. Mehrere Präfekturen hatten bereits in Eigenregie Notfallmaßnahmen eingeführt.

Die Vorwürfe gegen die Regierung beziehen sich hauptsächlich auf die im internationalen Vergleich geringe Anzahl von Tests auf das neuartige Coronavirus. Kritiker werfen Abe außerdem vor, die Covid-19-Fallzahlen lange Zeit kleingehalten zu haben.

Bis einschließlich Donnerstag stieg die Zahl bestätigter Infektionen auf über 9.400. Mehr als 190 Menschen starben durch die Folgen von Covid-19.

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