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Armeniens Wirtschaft vom Coronavirus bedroht

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Von Julika Herzog
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Nach den politischen Veränderungen im Jahr 2018 ging es mit der armenischen Wirtschaft steil bergauf. Der Coronavirus droht alle Hoffnungen und Pläne zu zerstören.

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Nach den politischen Veränderungen im Jahr 2018 ging es mit der armenischen Wirtschaft steil bergauf. Sie wuchs schnell und überholte die ihrer Nachbarländer: Das Wachstum im Jahr 2019 betrug laut Weltbank 7,6%. Riesige Infrastrukturprojekte wurden gestartet, Arbeitslosigkeit und Armut haben postsowjetischen Mindestwerte erreicht. Viele Ausgewanderte kehrten wieder zurück in ihr Mutterland.

So auch Hayk Harutyunyan, der eine Schokoladenfabrik in Eriwan führt: "Dank der Revolution von 2018 und besonders nachdem Nikol Paschinjan Premierminister wurde, haben wir schnell eine Entscheidung getroffen und sind nach Armenien zurückgekehrt. Nach einiger Zeit haben wir unsere eigene Firma gegründet und mit der Produktion begonnen. Alles war in Ordnung, bis vor zwei Monaten die Coronavirus-Pandemie hier angekommen ist."

Der Coronavirus droht alle Hoffnungen und Pläne zu zerstören. Innerhalb von nur zwei Monaten ist die Produktion in einigen Sektoren um 90% gesunken. Ökonomen wie Tatul Manaseryanbefürchten, dass die Situation zu einer großen Depression führen wird:

"Die armenische Wirtschaft befindet sich derzeit in einem Testprozess, interne Probleme wurden durch die von der Epidemie ausgelösten Probleme noch verschärft. Der Bau- und Tourismussektor haben am meisten gelitten, da sie mit anderen Wirtschaftssektoren zusammenhängen."

Für die noch junge Wirtschaftskraft des Landes eine Katastrophe. Viele Unternehmen und Selbstständige wie Naira Khanoyan stehen kurz vor dem Bankrott und wissen nicht wie es weitergehen soll: 

"Da der Lockdown immer verlängert wird, bleibt unser Geschäft geschlossen und wir wissen nicht, wie wir unsere Kredite zurückzahlen sollen. Wir hoffen, dass wir bald wieder mit der Arbeit beginnen können, um unsere Situation zu verbessern."

Die armenische Regierung hat bereits mehrere Hilfspakete geschnürt, darunter Steuererleichterungen, direkte finanzielle Hilfe für Unternehmen und schutzbedürftige Menschen. Doch die Wirtschaft hier ist wohl noch nicht stark genug, um die riesigen wirtschaftlichen Verluste abzufangen.

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