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Trotz Ausgangssperre: Unruhen in Pariser Vorort

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Trotz Ausgangssperre: Unruhen in Pariser Vorort
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In Frankreich ist es trotz strenger Ausgangsbeschränkungen in einem Pariser Vorort in der Nacht auf Dienstag erneut zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

Jugendliche setzten Medienberichten zufolge Fahrzeuge und Mülleimer in Brand und schossen Feuerwerkskörper in Richtung Polizei. Diese setzte nach Angaben von Zeugen Tränengas ein. Es gab neun Verhaftungen.

Auslöser für die Spannungen im sozialen Brennpunktviertel Villeneuve la Garenne im Norden von Paris ist der Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem Polizeiwagen während einer Verfolgungsjagd am vergangenen Samstag. Dabei wurde der Fahrer schwer am Bein verletzt.

Zeugen berichteten später, die Polizei habe den Mann absichtlich durch Öffnen der Autotür zu Fall gebracht. Ein Video vom Unfall wurde vielfach im Internet geteilt.

Auch in Straßburg kam es in der Nacht auf Dienstag in zwei Vororten zu Zusammenstößen und insgesamt vier Festnahmen.

"Neutralisierung des Gesindels"

Politiker vor allem des rechten Spektrums äußerten nach den Vorfällen die Sorge, es könnte erneut zu sozialen Unruhen in den Pariser Banlieues kommen.

Rassemblement-National-Chefin Marine Le Pen forderte die so wörtlich "Neutralisierung des Gesindels". ¨Präsident Macron habe die Kriminalität verstärkt, weil er im Zuge der Coronakrise zur Entlastung der überfüllten Gefängnisse Häftlinge auf freien Fuß gesetzt habe.