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DFL zu Bundesliga-Neustart: "Wären ab 9. Mai bereit"

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Trotz Corona-Pandemie: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hält sich bereit für eine Rückkehr der Bundesliga am 9. Mai. Das teilte Geschäftsführer Christian Seifert bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main mit.

DFL: Kritik an Neustart-Plänen sei "Missgunst"

Gegen die teils heftige Kritik an den Neustart-Plänen wehrte sich Seifert. Die "Missgunst" habe ihn überrascht. Die Liga müsse sich fragen, warum es bei einigen Menschen wenig guten Willen gegenüber dem Profifußball gebe.

Wie auch andere Firmen in der Corona-Krise sei die Deutsche Fußball Liga ein Unternehmen, "das zurückkehren möchte und irgendwann zurückkehren muss". Um das Produkt Fußball herzustellen, brauche es eben "gewisse Rahmenbedingungen". Dafür lege die DFL nun ihre Pläne vor.

Wenn es nicht gelinge, ein umsetzbares und genehmigungsfähiges Konzept zu präsentieren, "dann ist das eben so und dann wäre das auch zu akzeptieren", sagte Seifert.

Entscheidung liegt bei der Politik

Festlegen könne die DFL ein Comeback-Datum aber nicht. Die endgültige Entscheidung liege bei der Politik. Sollte sich die Lage in Deutschland wieder verschlechtern, werde der Profifußball "selbstverständlich zurückstehen".

Sollte eine Rückkehr in den Spielbetrieb zeitnah nicht möglich sein, müsse klar sein, "dass wir die Bundesliga auch in einigen Monaten nicht spielen werden. Dann wäre die Bundesliga irgendwann ein Kollateralschaden dieser Corona-Krise", sagte Seifert.

Geisterspiele ohne Zuschauer seien derzeit "die einzige Möglichkeit, die Bundesliga, wie wir sie kennen, am Leben zu erhalten. Ich bitte alle, die sich für die Bundesliga interessieren, dafür um Nachsicht und um Unterstützung", so der 50-Jährige.

"Unverantwortlich"

Fan-Vertreter hatten zuletzt die Bemühungen der DFL um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs als "unverantwortlich" kritisiert.

Andere hatten den Bundesliga-Clubs vorgeworfen, im Rahmen ihres medizinischen Konzepts für den Neustart Corona-Testkapazitäten zu binden, die dann anderen Berufsgruppen nicht zur Verfügung stehen würden.

Die Twitter-Reaktionen auf die DFL-Pläne schwanken zwischen Verständnis, Spott und Wut.