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400.000 OP-Kittel - ein Tropfen auf den heißen Stein

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400.000 OP-Kittel - ein Tropfen auf den heißen Stein
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Megan John ist Ärztin in East Berkshire. Wie viele andere, die mit Covid-19-Patienten zu tun haben, muss sie selbst sehen, wie sie sich am besten schützt.

"Uns fehlen im Krankenhaus unterschiedliche Dinge. Es sind Artikel, die uns und damit auch unsere Familien schützen, wie OP-Kleidung, Gesichtsschilde, Masken für die Patienten, damit sie uns nicht anstecken. Und dann müssen wir auch die Patienten vor uns schützen, mit Handschuhen, OP-Masken, so etwas fehlt auch", so John.

Freiwillige erfüllen Aufgaben der Regierung

Diese Freiwilligen stellen Schutzkeidung her. Sie gehören zu einer Grupe, die sich "Love Of Scrubs" nennt. Dr. John hat sie auf Facebook gefunden: "Ich kann mich nicht erinnern, dass man mich im Studium gefragt hätte, ob ich nähen kann. Ich kann es selbst nicht, aber diese wunderbaren Menschen schon. Peinlich. Ich bin sehr stolz, für das britische Gesundheitssystem zu arbeiten, aber ich muss auch sagen, dass ich meine Ausrüstung per Post von Freunden aus Deutschland beziehe, die sich um meine Sicherheit sorgen."

Gesichtsschutz aus dem 3-D-Drucker

Auch der Student Josh Dix arbeitet als Frewillliger. In seinem Schlafzimmer produziert er Gesichtsschilde, mit dem 3-D-Drucker.

‘’Ich bin online gegangen, habe Dateien gefunden und angefangen zu drucken. Das ist der Teil, der aus dem Drucker kommt. Das dauert bis zu 60 Minuten. Wenn wir dann den Schild befestigen ist der Schutz fertig", so Dix.

Tropfen auf den heißen Stein

‘’Die Regierung sagt, sie tue alles, um mehr Schutzausrüstung zu beschaffen. Eine Lieferung von 400.000 Chirurgenkitteln ist am Mittwoch auf einer Militärbasis bei London per Flugzeug eingetroffen. Weitere Maschinen halten sich bereit, um Ausrüstung aus der Türkei abzuholen. 400.000 Kittel sind aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn es gibt ja Tausende von Mitarbeitern die jeden Tag mehrere dieser Artikel brauchen", sagt euronews-Reporterin Angela Barnes in London.

Vorerst also müssen sich Menschen, die wie Dr. John in britischen Krankenhäusern und Praxen arbeiten, auf die Hilfe von Freiwilligen verlassen.