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Genuas neue Brücke kurz vor der Fertigstellung

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Genuas neue Brücke kurz vor der Fertigstellung
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Vor fast zwei Jahren stürzte in Genua die Morandi-Brücke ein, das Unglück forderte 43 Menschenleben. Die 120 Millionen Euro teure neue Brücke wurde in Rekordzeit gebaut - in nur sieben Monaten.

Der Neubau ist ein ehrgeiziges Großprojekt, das für die Italiener große symbolische Bedeutung hat. Die alte, in den 60er-Jahren entstandene Schrägseilbrücke war wegen fehlender Instandhaltung durch den privaten Betreiberkonzern Autostrade per l’Italia und wegen mangelhafter Kontrollen der Behörden eingestürzt. Gegen 70 Verdächtige wird ermittelt.

Das Unglück war eine Folge der jahrzehntelangen Vernachlässigung öffentlicher Infrastruktur, die überall in Italien marode ist. Erst vor drei Wochen stürzte schon wieder eine Brücke ein, wieder nahe der ligurischen Küste, zwischen La Spezia und Massa Carrara.

Die neue Brücke steht in Rekordzeit

Jetzt wurde das letzte Stahlelement von Spezialkränen 50 Meter in die Höhe gehievt, dann müssen nur noch die Fahrbahn asphaltiert, Beleuchtung und Abwassersysteme installiert werden. Damit ist ein Meilenstein beim Wiederaufbau der neue vierspurigen Autobahnquerung erreicht, die neue Stahlbetonstruktur der neuen Morandibrücke steht.

Für den Einsturz wurde Korrosion - möglicherweise wegen mangelnder Wartung - verantwortlich gemacht, nun sollen die Stahlelemente von Wartungsrobotern kontrolliert werden.

Roberto Carpaneto, Chefingenieur:

"Er wird sich innerhalb der Konstruktion bewegen. Man kann die Brücke live inspizieren, ferngesteuert. Die Brücke deckt ihren Strombedarf selbst, ein weiterer Roboter wird die auf der Brücke montierten Photovoltaik-Paneele überwachen."

Eröffnung der vom Genueser Stararchitekten Renzo OPiano konstruierten Brücke soll Ende Juni sein.