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EU vor Rezession: "Schwerster wirtschaftlicher Einschnitt in unserer Geschichte"

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EU vor Rezession: "Schwerster wirtschaftlicher Einschnitt in unserer Geschichte"
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Die Wirtschaft in der EU befindet sich im freien Fall. Angaben der Agentur Eurostat zeigen, dass der Wirtschaftsraum auf eine Rezession zusteuert. Politiker und Währungshüter warnen vor weiteren Einschnitten.

Zwischen Januar und März schrumpfte die Wirtschaftskraft in Rekordgeschwindigkeit - in der Eurozone um 3,8 und in der EU um 3,5 Prozent.

"Größter wirtschaftlicher Einschnitt in unserer Geschichte"

Deutschlands Arbeitsminister Hubertus Heil sprach am Donnerstag von einem Wendepunkt:

"Angesichts der Coronapandemie allerdings stehen wir einer historisch großen Herausforderung gegenüber. Die gesamte Weltwirtschaft und auch unsere Volkswirtschaft in Deutschland sind konfrontiert mit dem größtem wirtschaftlichen Einschnitt in unserer Geschichte. Wir rechnen mit der schwersten wirtschaftlichen Rezession in der Nachkriegsgeschichte."

Rezession steht bevor

Der Großteil Europas muss seit Mitte März mit erheblichen Einschränkungen leben. Einige schon zuvor angeschlagende Länder bekommen die Auswirkungen der Rezession bereits zu spüren.

Italiens Wirtschaft etwa verlor von Januar bis März 4,7 Prozent seiner Wirtschaftskraft, Frankreich gar 5,8 Prozent - für beide das zweite Quartal mit negativem Wachstum in Folge.

"Falls dieser Abwärtstrend und die Pandemie andauert, könnte unser Bruttoinlandspodukt in 2020 um 10,6 Prozent schrumpfen", so Italiens Regierungschef Giuseppe Conte.

Euroraum vor herben Verlusten

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, warnte am Donnerstag vor einem andauernden Abwärtstrend: "Unsere Mitarbeiter sehen die Möglichkeit, dass das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums um 5 bis zwölf Prozent fallen wird."

Wie heftig der Euroraum von der Coronakrise getroffen wird, hängt ab von der Dauer der geltenden Maßnahmen und vom Erfolg der politischen Versuche, die Konsequenzen abzufedern.