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US-Frauenfußball-Team scheitert mit Diskriminierungs-Klage

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US-Frauenfußball-Team scheitert mit Diskriminierungs-Klage
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Die Spielerinnen der US-amerikanischen Fußball-Nationalmannschaft sind vor einem Bundesgericht mit einer Klage auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen gescheitert. Das gab das Gericht in Kalifornien bekannt.

Die Weltmeisterinnen hatten ihren eigenen Verband (USSF) vor einem Jahr wegen Diskriminierung verklagt. Ihre männlichen Kollegen würden weitaus mehr verdienen und hätten bessere Reise- und Trainingsbedingungen, lauteten die Vorwürfe.

"Wir werden nicht aufgeben"

"Wir sind geschockt und enttäuscht von der Entscheidung. Aber wir werden unsere harte Arbeit für gleiche Bezahlung nicht aufgeben", twitterte Mannschaftssprecherin Molly Levinson, die ankündigte, die Entscheidung anfechten zu wollen.

Frauen-Team: mehr Erfolge aber geringere Bezahlung als Männer

Über die Vorwürfe der Frauen-Nationalmannschaft, dass sie schlechtere Reisebedingungen und medizinische Unterstützung als ihre männlichen Kollegen genießen, soll es allerdings im kommenden Monat zur Verhandlung kommen.

Das Team um Weltfußballerin Megan Rapinoe wird bedeutend schlechter bezahlt, als das der Männer – die Frauen sind jedoch wesentlich erfolgreicher: Vier Weltmeister-Titel (zuletzt 2019 in Frankreich) und vier Olympiasiege stehen zu Buche.

Umstrittene Äußerungen von US-Verband

Mitte März war US-Fußball-Verbandschef Carlos Cordeiro nach umstrittenen Erklärungen in Gleichstellungsfragen zu Frauen zurückgetreten. Vor Gericht hatte die Verbandsseite in der juristischen Auseinandersetzung argumentiert, dass Spielerinnen körperlich zu weniger in der Lage seien und auch weniger Verantwortung tragen würden als Spieler. Die bisherige Vizepräsidentin Cindy Parlow wurde zur Verbandschefin befördert.