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Bald wieder Fußball? Das planen die großen Ligen

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Bald wieder Fußball? Das planen die großen Ligen
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Einige der großen europäischen Fußballligen geben die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Saison nicht auf.

In Spanien sind im Zuge der zu Wochenbeginn in Kraft getretenen Lockerungen auch wieder Übungseinheiten möglich, allerdings müssen viele Klubs auf ihren Trainingsanlagen noch Hygienevorschriften umsetzen. Und die Spieler sowie die Mitglieder des Trainer- und Betreuerstabes müssen sich Tests unterziehen, um eine mögliche Ansteckung festzustellen. Ins Auge gefasst wird eine Wiederaufnahme des Ligabetriebs im Juni, allerdings vor leeren Rängen.

Bundesliga testet und will spielen

In Deutschland sind bei den Mannschaften der ersten und zweiten Bundesliga bereits rund 1700 Coronavirus-Tests durchgeführt worden, es wurden zehn Ansteckungen festgestellt. Allerdings gaben nicht alle Vereine die Untersuchungsergebnisse bekannt. Die Sportministerkonferenz hat sich dafür ausgesprochen, den Spielbetrieb im deutschen Profifußball wiederaufzunehmen, der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga haben ein Konzept erarbeitet, das als Grundlage für die Durchführung der Spiele gelten soll. Unter anderem sollen sich demzufolge während der Partien nur rund 300 Personen auf dem Stadiongelände aufhalten. Das letzte Wort, ob in Deutschland wieder Fußball gespielt wird, hat die Politik. Am Mittwoch wird eine Entscheidung erwartet.

England: Milliardenverluste befürchtet

Nach Anordnung der italienischen Regierung dürfen Sportmannschaften ab dem 18. Mai wieder trainieren, Einzeleinheiten sind seit diesem Montag wieder erlaubt. Beim AS Rom etwa trafen die Spieler daraufhin am ersten Tag der Woche auf dem Trainingsgelände ein, Umkleiden, Kraftraum und Geschäftsstelle bleiben aber geschlossen, teilte der Verein mit. Seit dem 9. März ruht in Italiens Serie A der Spielbetrieb, ob und wann die Zwangspause beendet wird, steht noch nicht fest.

Vertreter aller Mannschaften der englischen Premier League werden am Freitag das weitere Vorgehen erörtern. Sollte die Saison ohne weitere Spiele beendet werden, gehen Fachleute von Verlusten für die Klubs in Höhe von umgerechnet insgesamt rund 1,25 Milliarden Euro aus. 92 Partien wären laut Spielplan noch zu bestreiten. Selbst wenn diese ohne Zuschauer ausgetragen werden sollten, wird befürchtet, dass es zu Ansammlungen von Anhängern vor den Stadiontoren kommen könnte.

Bleiben noch die Europapokalwettbewerbe. Der europäische Fußballverband UEFA brachte unter anderem die Möglichkeit ins Gespräch, die Wettbewerbe im August nach dem Ende des Spielbetriebs in den nationalen Ligen fortzusetzen.