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Erstmal zum Friseur: Erste Schritte aus dem Lockdown

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Virus Outbreak Greece
Virus Outbreak Greece   -   Copyright  Thanassis Stavrakis/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Griechenland wagt nach 42 Tagen erste Schritte aus dem Lockdown. Menschen dürfen wieder ohne Einschränkungen aus dem Haus.

Wer als Erstes zum Friseur wollte, muss sich noch ein paar Tage länger gedulden. Wie in diesem Athener Salon sind vielerorts die Termine restlos ausgebucht.

Auch Elektrogeschäfte und Buchläden dürfen ab diesem Montag wieder öffnen wieder. Nach Wochen der Unsicherheit kommt nun vorsichtiger Optimismus auf.

"Wir sind ein 100 Jahre altes Unternehmen und haben ähnliche Situationen wie die Finanzkrise überstanden", meint Optiker Nikos Aggelou. "Wir wollen optimistisch in die Zukunft blicken und schauen, was passiert."

Buchhandlungen sind nicht einfach nur Geschäfte

Dank drakonischer Maßnahmen konnte die griechische Regierung das Ausmaß der Corona-Pandemie erfolgreich eindämmen. Nun soll ebenso resolut der Wirtschaft unter die Arme gegriffen werden. Mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität.

Aber der Begriff Normalität bedeutet nicht für alle Unternehmen dasselbe. Kleine unabhängige Buchhandlungen wie diese zum Beispiel, in der wir uns gerade befinden, stehen vor ganz anderen Herausforderungen, als die großen Buchhandelsketten.

Areti Georgili klagt: "Unsere Ausgangslage ist viel komplizierter. Kleine Buchhandlungen sind nicht einfach nur Geschäfte, in denen man ein Buch auswählt, bezahlt und geht. Es sind Orte, an denen das Gegenteil von sozialer Distanzierung geschieht.

Mit anderen Worten, wir sind darum bemüht, kleine Kunden- und Lesergemeinschaften aufzubauen. Aber über das Internet ist das unmöglich, oder nur, wenn sich die Mitglieder der Gemeinschaft kennen. All das geht jetzt nicht mehr. Betreiber von Buchläden mit 100 maximal 120 Quadratmetern Fläche werden es schwer haben, sich an diese neue Funktionsweise anzupassen."

Polizei wacht über Maskenpflicht

In Athen und in anderen großen Städten schwillt der Autoverkehr nach Wochen des Stillstands spürbar an. Von verstropften Verkehrsachsen wie vor dem Ausbruch des Coronavirus ist man jedoch noch weit entfernt.

Seit Montagfrüh kontrolliert die Polizei, ob in den Geschäften der verordnete Mindestabstand eingehalten wird und ob die Menschen in Bussen und U-Bahnen wie vorgeschrieben Schutzmasken tragen.