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Witwe von IS-Rapper wegen jesidischer Sklavin (13) vor Gericht

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Omaima M., a German-Tunisian woman on May 4, 2020 at the higher regional court in Hamburg.
Omaima M., a German-Tunisian woman on May 4, 2020 at the higher regional court in Hamburg.   -   Copyright  DANIEL REINHARDT/AFP
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In Hamburg hat der Prozess gegen Omaima A. begonnen. Die 35-jährige Deutsch-Tunesierin steht u.a. wegen Menschenhandels, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor Gericht. Sie soll im syrischen Rakka eine 13-jährige Jesidin als Sklavin gehalten haben.

Die Hamburgerin war laut Ermittlern 2015 mit ihren drei kleinen Kindern - im Alter von acht und zwei Jahren sowie acht Monaten - über die Türkei nach Syrien gereist, um sich dem IS anzuschließen. Sie war ihrem damaligen Ehemann Nadar H. gefolgt. Omaima A. soll auch Gelder vom "Islamischen Staat" erhalten haben.

Nach dem Tod ihres ersten Mannes heiratete die Deutsch-Tunesierien in Syrien den Rapper Denis Cuspert - alias Deso Dogg. Er soll vor allem deutschsprachige junge Männer für den sogenannten "Islamischen Staat" rekrutiert haben. Denis Cuspert gilt als einer der einflussreichsten Deutschen innerhalb des Terrornetzwerks, sein Kampfname war Abu Talha Al-Almani. 2018 wurde er bei einem Luftangriff getötet.

2016 war Omaima A. hochschwanger zusammen mit ihren Kindern nach Deutschland zurückgekehrt, sie arbeitete dann u.a. als Eventmanagerin und Übersetzerin. Im September 2019 wurde sie festgenommen.

Am ersten Prozesstag bestritt Omaima A. die Vorwürfe gegen sie.

Auf Videos der Journalistin Jenan Moussa soll die Angeklagte mit einer Waffe zu sehen sein. Diese soll auch ihre Kinder bewaffnet und selbst versucht haben, Mitglieder für den IS zu anzuwerben.