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Zeichen am Boden: Paris bereitet sich auf den 11. Mai vor

Am Nordbahnhof in Paris werden Klebestreifen am Boden befestigt, die Pendlern und Reisenden den in Zeiten des Coronavirus notwendigen Mindestabstand aufzeigen sollen. Die Gare du Nord ist nicht nur der Bahnhof, an dem zuvor internationale Verbindungen wie der Eurostar nach London und der Thalis nach Brüssel und Deutschland unterwegs waren. Der Nordbahnhof ist auch ein Knotenpunkt der Pendler im Großraum Paris, die mit dem RER B und D aus den im Norden gelegenen Vororten in die Hauptstadt strömen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in der französischen Hauptstadt sind eine der größten Herausforderungen für den 11. Mai 2020, dem Tag, an dem der Lockdown in Frankreich beendet werden sollte.

Die Regierung hat zwar die Firmen darum gebeten, möglichst viele MitarbeiterInnen weiterhin im Homeoffice zu beschäftigen und die Arbeitszeiten flexibler als sonst zu gestalten, um die üblichen Rush-Hours zu vermeiden, doch es werden weniger RERs, Metros und Busse als sonst unterwegs sein. Und schon seit Jahrzehnten sind die öffentlichen Verkehrsmittel im Großraum Paris chronisch überfüllt.

Die Stadt Paris hat damit begonnen, Korridore für FahrradfahrerInnen zu schaffen. Im Gespräch war beispielsweise die Rue de Rivoli vom Autoverkehr zu befreien. Doch viele Französinnen und Franzosen fragen sich, wie sie sich ab Mitte Mai am besten fortbewegen, denn es wurde damit gerechnet, dass alle lieber im eigenen Auto unterwegs sein wollten - statt sich dem Risiko des öffentlichen Nahverkehr auszusetzen.