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Abstand halten unmöglich: Corona-Gefahr in den Slums von Buenos Aires

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Virus Outbreak Argentina
Virus Outbreak Argentina   -   Copyright  Natacha Pisarenko/AP
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Medizinische Fachkräfte ziehen von Tür zu Tür, im Kampf gegen das Coronavirus. Es hat sich in den vergangenen Tagen immer schneller in der Villa 31 ausgebreitet, dem am dichtesten bevölkerten Slum in Buenos Aires.

Infektionsketten unterbrechen

Nun hat Argentiniens Hauptstadt eine Test-Kampagne gestartet, um die Epidemie einzudämmen. "Unser Team aus Fachleuten hat bis jetzt sieben Personen getestet. Wir gehen von Tür zu Tür und befragen die Leute - und wenn wir dabei Fieber oder andere Symptome feststellen, bringen wir sie in einen Wagen und testen auf das Coronavirus", erkärt Gabriel Battistella, der die Aktion leitet.

Zur Mission gehört es auch, mögliche Kontaktpersonen aufzuspüren und so Infektionsketten zu durchbrechen. Isolina Benítez' Nachbar liegt mit Covid-19 im Krankenhaus.

Inzwischen hat auch die 34-Jährige Symptome. "Am Dienstagabend hatte ich Fieber und dann starke Gliederschmerzen, sagt Benítez. "Falls ich mich infiziert habe und trotzdem weiter zum Einkaufen rausgehe, als wäre nichts passiert, stecke ich noch mehr Nachbarn an."

Abstand halten unmöglich

Insgesamt gibt es in Argentinien rund 5000 bestätigte Coronavirus-Fälle. Buenos Aires ist am stärksten betroffen. Hier im Armenviertel stieg die Zahl der Infektionen innerhalb weniger Stunden von drei auf mehr als 130.

Viele Menschen leben auf engstem Raum - Abstand halten ist kaum möglich. Mit den Tests und mit großflächigen Desinfektionen versucht die Stadt das Schlimmste zu verhindern. Denn für viele Alte und Kranke im Slum wäre eine Infektion wohl auch ein Todesurteil.