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Video sorgt für Aufschrei: Politiker trinken Wein ohne Corona-Regeln

 Swiss National Council due to the COVID-19 outbreak, caused by the novel coronavirus at the Bernexpo
Swiss National Council due to the COVID-19 outbreak, caused by the novel coronavirus at the Bernexpo Copyright FABRICE COFFRINI/AFP
Copyright FABRICE COFFRINI/AFP
Von Kirsten Ripper mit AFP, Watson
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Im Internet machen Fotos und Videos von rechtspopulistischen Politiker in der Schweiz die Runde, die am Stehtisch Akohol trinken und kein gutes Vorbild abgeben, wie Watson-Chefredaktor @DickMo findet.

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Am Rande der Sondersitzung des Schweizer Parlaments in der Bernexpo sind Politiker der rechtspopulistischen SVP beim Weintrinken an einem Stehtisch fotografiert und gefilmt worden, ohne dass sie die empfohlenen Corona-Regeln respektieren. Die Session der Nationalrates über die Corona-Kredite war in die Messehallen verlegt worden, weil es im Bundeshaus in Bern kaum möglich ist, die Abstandsregeln einzuhalten.

Video sorgt für Aufschrei

Auf dem Video (siehe unten), das die Journalistin Esther Mamarbachi auf Twitter veröffentlicht hat, sind die SVP-Politiker Jean-Pierre Grin und Jean-Luc Addor während einer Sitzungspause zu sehen. Offenbar trinken sie Rotwein an einem Stehtisch.

Für alle Schweizer machen Bars und Restaurants am 11. Mai zwar wieder auf, aber ohne Stehtische - und wer etwas bestellt, muss seine Kontaktdaten angeben (Vorname, Nachname, Telefonnummer, Datum, Zeit). Die Daten werden 14 Tage aufbewahrt und sollten dann vernichtet werden. Es durfen - von Familien abgesehen - nur vier Personen zusammen sitzen, und sie müssen einen Abstand von zwei Metern einhalten.

Die Bilder sorgen für einen Aufschrei. So schreibt Watson-Chefredaktor Maurice Thiriet: "Um all diese sehr einschneidenden Regeln, die für die Bevölkerung weiterhin und bis auf Weiteres gelten, haben sich einige von ihnen ein bisschen sehr nonchalant foutiert."

Der Landwirt Jean-Pierre Grin-Hofmann hatte 2010 im Parlament für Aufsehen gesorgt, als er mit einer Anfrage zu den in Bürokraten-Deutsch verfassten Regeln der Zolltarife von Bündnerfleisch einen Lachanfall bei Bundesrat Hans-Rudolf Merz ausgelöst hatte. Sein SVP-Parteikollege Jean-Luc Addor aus Lausanne war 2013 für die Todesstrafe eingetreten - und er steht für ein liberaleres Waffenrecht.

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