Eilmeldung
This content is not available in your region

Von Lyon nach Madrid: Reisen in Zeiten von Corona

euronews_icons_loading
Von Lyon nach Madrid: Reisen in Zeiten von Corona
Copyright  Euronews
Schriftgrösse Aa Aa

Der Bahnhof Lyon Part Dieu. Normalerweise herrscht hier dichtes Treiben - doch zurzeit ist am Hauptbahnhof nur wenig los. Menschenansammlungen Fehlanzeige.

Statt der sonst endlosen Warteschlangen kommt man jetzt schneller durch die Ticketkontrolle. Beim Einsteigen in den Zug ist Mund- und Nasenschutz Pflicht. Wir fahren im TGV von Lyon nach Paris. In den Waggons sind die meisten Plätze frei.

Kaum Passagiere im Fernverkehr

Die Strecke zwischen Lyon und Paris ist eine der wichtigsten Verbindungen in Frankreich. In den vergangenen Jahren war der Zug nie so leer wie jetzt. Jeder Wagen ist nur zu etwa 30 Prozent ausgelastet. Die Bar ist geschlossen, für jeden Fahrgast steht eine Flasche Wasser bereit. Alle Reisende halten sich an die Vorschrift, eine Maske zu tragen.

Im Zuge der Lockerungen wurde festgelegt, dass in Frankreich jeder Reisende nicht mehr als 100 km weit fahren darf, es sei denn, es liegen triftige Gründe vor. Doch auf unserer 500 Kilometer langen Reise gab es diesbezüglich keine Kontrollen.

In Paris angekommen: Umstieg in einen Regionalzug Richtung Flughafen Charles de Gaulle. Hand-Desinfektionsmittel ist nirgends zu finden. Doch es gibt Automaten, wo man Masken für 5 Euro pro Stück kaufen kann.

Flughafen wie leergefegt

Derzeit gleicht der Weg zum Flughafen einer Fahrt ins Niemandsland. Der Zug, der das Zentrum von Paris mit dem Airport verbindet, bietet Platz für Hunderte Fahrgäste - heute sind wir jedoch nur zu dritt unterwegs.

Auf einem der höchst frequentiertesten Flughäfen Europas heben an diesem Terminal am Nachmittag nur vier Maschinen ab. Geschäfte und Cafés sind zu. Um Lebensmittel zu kaufen bleibt nur der Kiosk.

Spanien: Quarantäne nach Ankunft

Wir fliegen nach Madrid. Beim Einstieg ins Flugzeug wird einem klar, wie sehr die Luftfahrt-Branche derzeit zu kämpfen hat. In Maschinen mit einer Kapazität von 180 Plätzen sitzen heute weniger als 30 Personen. Jeder Passagier muss während des Fluges ein Formular mit seinen persönlichen Daten ausfüllen, das bei der Ankunft vorgezeigt wird.

In Madrid angekommen: 20 Minuten warten aufs Gepäck - es ist die einzige Schlange an diesem Tag. Nachdem wir Fieber gemessen und den Fragebogen mit unseren Kontaktpersonen in Madrid abgegeben haben, wird uns erklärt, dass wir ab jetzt für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden. Wir bekommen ein Papier, auf dem steht, dass wir morgens und abends Fieber messen müssen und wen wir kontaktieren können, wenn Symptome in Zusammenhang mit Covid-19 auftreten.