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Fastenbrechen in Gaza: Zwischen Hoffnung und Angst

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Fastenbrechen in Gaza: Zwischen Hoffnung und Angst
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Im Gazastreifen hat es den ersten Covid-19-Todesfall gegeben. Laut dem Gesundheitsministerium starb eine 77-jährige Palästinenserin, die vergangene Woche aus Ägypten zurück nach Gaza gereist war.

Positiver Nebeneffekt der Blockade

Mit 55 bestätigten Infektionen ist die Pandemie in dem dicht besiedelten Küstenstreifen bisher glimpflicher verlaufen als befürchtet. Die Moscheen sind nach zwei Monaten Shutdown wieder offen - pünktlich zum Ende des Ramadan.

Nimer Abu Aon vom Ministerium f¨ür Religiöse Angelegenheiten sagt: "Vielleicht liegt es an der Blockade unserer Region, vielleicht ist es Gottes Gnade. Der Gazastrafen ist einer der wenigen sicheren Orte, an denen das Freitagsgebet und das Fest des Fastenbrechens stattfinden können."

Es ist das Ende eines ungewöhnlichen Ramadan für die Menschen in Gaza. Nicht nur Moscheen, auch Schulen, Cafés und viele Märkte waren Corona-bedingt geschlossen. Rema Al Masris Familie ist dankbar, dass gemeinsames Beten und Feiern jetzt wieder möglich ist - unter strengen Vorlagen.

Das Fastenbrechen ist für sie ein Stück Normalität nach Wochen des Ausnahmezustands. Dabei unverzichtbar: jede Menge Kuchen."Kuchen gehört zum Ende des Ramadan einfach dazu.", erklärt die Mutter. "Materielle Geschenke oder Kleider spielen bei uns keine große Rolle, vielleicht noch am ehesten für die Kinder. Aber dieses Jahr geht es auch ihnen vor allem um Kuchen. Alles was sie wissen wollen, ist, ob Oma ihnen etwas bäckt."

Wieder Leben in den Straßen

Auch für Händlerinnen und Händler sind die Lockerungen eine große Erleichterung. Die Zeit des Fastenbrechens ist für sie sehr wichtig, um die leeren Kassen wieder zu füllen. Doch Gazas Behörden mahnen die Menschen, sich nicht in falscher Sicherheit zu wiegen und wachsam zu bleiben. Denn das Virus bleibe ein ständiger Begleiter.