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Covid-19-Umfrage bei Europäern: Wie schnell raus aus der Kontaktsperre?

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Covid-19-Umfrage bei Europäern: Wie schnell raus aus der Kontaktsperre?
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Quer durch Europa treten Gesellschaften, von einem Pandemieschock traumatisiert, vorsichtig aus ihrer Kontaktsperre heraus. Aber wie sieht ihre Zukunft aus und wie wird sich unser Leben in Europa verändern? In Zusammenarbeit mit dem britischen Umfrageinstitut Redfield and Wilton hat Euronews die Ansichten der Menschen in Italien, Frankreich und Deutschland erfragt (Stichprobe je 1.500). Fazit: Angst ist immer noch weit verbreitet, die Ansichten zum richtigen Tempo der Lockerung gehen auseinander.

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Die Italiener sagen, dass das alles in angemessenem Tempo passiert. Aber in Deutschland, wo einige Regionen die öffnung beschleunigen wollen, würden die meisten lieber bremsen. Einer knappen Mehrheit der Franzosen geht alles zu langsam.

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Und der soziale Abstand – auch so ein widersprüchliches Thema. Es ist nicht nur schwierig, ihn in der Stadt einzuhalten. Leute, die sich gewöhnlich zur Begrüssung die Hände schütteln oder küssen kommt er komisch vor. Etwas mehr als die Hälfte der Italiener ist scharf darauf, das fallen zu lassen, ein Gefühl, das sie mit 63 Prozent der Franzosen teilen. Die meisten Deutschen bleiben vorerst lieber auf Distanz.

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Befremdlich finden dagegen viele Franzosen Aussicht, ihr Zuhause zu verlassen. Etwas mehr als die Hälfte fühlt sich auswärts nicht sicher. Deutsche und Italiener teilen diese Sorgen in überwältigender Mehrheit nicht.

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Aber alle drei Gruppen haben Vertrauen, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren.

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Und durchweg die meisten haben Lust, wieder in Bars und Restaurants zu gehen.

EINE REISE IN DEN SÜDEN

Und der Knackpunkt Ausland, mit den Sommerferien vor der Tür? Da herrscht Ungewissheit über Quarantänebedingungen, ganz zu schweigen von der Möglichkeit eines plötzlichen Rückfalls in den Lockdown.

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Das führt viele Leute vielleicht zu dem Schluss, lieber zu Hause zu bleiben. Die meisten Deutschen und Italiener haben gar keine Reisepläne, die Franzosen wollen innerhalb der Landesgrenzen bleiben.

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Kein Wunder dass es bei dieser Zurückhaltung der Mehrheit in allen drei Ländern lieber wäre, wenn die Leute in diesem Jahr auf den Urlaub im Süden verzichten. Sogar vier von zehn Italienern raten den "Nordis" ab - zu unsicher.

So sehr die Europäer ein Ende dieser Krise wollen - wie, wann und unter welchen Bedingungen sie es erreichen, liegt im Nebel.

su, Redfield and Wilton